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Fasching

Wo Klobürsten herumfliegen

Narren machen Stimmung beim Murrer Umzug

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Ludwigsburg. „Murrtal Helau“ schallt es immer wieder durch den Murrer Ortskern. Bei Frühlingswetter haben sich am Sonntagnachmittag etwa 1000 Faschingsfans versammelt, um den zahlreich erschienenen Zuschauern ihre Kostüme und ihr Können zu präsentieren.

Für Stimmung sorgten die Guggenmusiker mit ihren Instrumenten. Die Murrer Gässlesfetzer treten mit blauen und silbernen Zotteln auf dem Kopf auf. Im düsteren Kostüm zeigen sich hingegen die Undergroundgugge aus Heilbronn, die zum erstem Mal in Murr dabei sind und ihren Proberaum unter einer Autobahnstrecke haben.

Neben Spatzen und anderen Traditionsfiguren sind auch ausgefallene, moderne Kostüme zu sehen. Die wahrscheinlich letzten Schneemänner für die nächsten Monate laufen bei den Eisprinzessinen aus Unterweissach mit. Ein Baum zieht mit Schellen durch den Ort.

Nicht nur die gruseligen Hexen, auch die Football-Spieler von den Ludwigsburger Bulldogs erschrecken die Zuschauer: Sie stellen sich in voller Montur auf der Straße auf und stürmen auf Kommando los in Richtung Gehweg, um erst kurz vor dem Publikum abzubremsen.

Auch viele Zuschauer am Straßenrand haben sich ihre Faschingskostüme angezogen. Neben kleinen Bienchen und Teufelchen stehen da Indianer, Wölfe und Engel. Manch ein Schmunzeln erntet der Vater im Giraffenkostüm, der den Nachwuchs in Form eines kleinen Krokodils auf den Schultern trägt.

Das Publikum am Straßenrand ist bunt gemischt und aus ganz verschiedenen Gründen hier. Für Jan und Simon, zwei junge Männer aus Höpfigheim, ist es einfach Tradition, jedes Jahr mit den Freunden zum Umzug zu kommen und sich das Spektakel anzuschauen. Silke aus Backnang ist mit ihrem Enkel nach Murr gefahren, damit er was zu sehen hat und sich die Taschen mit Süßigkeiten füllen kann.

Die Süßigkeiten dürfen bei einem Faschingsumzug natürlich nicht fehlen. Elferräte und andere Wagenfahrer werfen etliche Tüten voller Bonbons, Gummibärchen und Popcorn von ihren Fahrzeugen herunter. Von einem Wagen fliegt etwas, das man eher nicht in den Mund nehmen sollte: Klobürsten.

Nach einer guten Stunde ist dann auch schon der letzte Narr durch den Ort gelaufen. Der eine oder andere feiert nun sicher weiter, während die meisten über die konfettibedeckte Straße den Heimweg antreten.