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Vesperkirche

Wo Leib und Seele satt werden

Vom 9. Februar bis 1. März öffnen sich die Türen der Vesperkirche zum elften Mal – Benefizkonzert zum Auftakt

Heidi Heinzmann-Neumann hat vergangenes Jahr angepackt. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Heidi Heinzmann-Neumann hat vergangenes Jahr angepackt. Foto: Holm Wolschendorf

Drei Wochen lang steht ab dem 9..Februar erneut alles unter dem Motto „Miteinander für Leib und Seele“. Wenn aus der Friedenskirche in der Stuttgarter Straße die Vesperkirche wird, dann verwandelt sich das Gotteshaus mehr denn je in einen Ort der Begegnung. Für Obdachlose, Bedürftige und alle, die dabei sein wollen, gibt es täglich den traditionellen Mittagstisch. Zudem lockt ein Rahmenprogramm aus Musik, Politik und Kino. Los geht es in diesem Jahr mit einem Benefizkonzert des Bosch Jazz Orchestra, das bereits im Vorfeld, am Freitag, 24. Januar, stattfindet.

„Das ist nicht immer so, aber auch nicht ganz neu“, sagt Projektleiterin Bärbel Albrecht und erklärt, warum das Rahmenprogramm bereits beginnt, wenn die Vorbereitungen eigentlich noch in den letzten Zügen sind. „Wir haben das Angebot vom Bosch-Orchester bekommen, und da die Donnerstage begrenzt sind, ist es doch im Vorfeld eine schöne Einstimmung auf die Vesperkirche.“ Der Eintritt zum Konzert, das um 19.30 Uhr beginnt, ist wie bei allen Veranstaltungen frei.

Am Sonntag, 9. Februar, findet um 9.30.Uhr dann der Eröffnungsgottesdienst mit Schuldekan Andreas Löw und der EH-Bras-Band statt. Am Donnerstag, 13..Februar, verwandelt sich die Kirche in einen Kinosaal. Gezeigt wird um 19.30.Uhr der Film „25 km/h“. Auf ein Benefizkonzert der Brenz Band (20. Februar, 19.30.Uhr) folgt ein ökumenisches Sozialforum über gesellschaftliche und soziale Teilhabe (27. Februar, 19.30 Uhr). Am letzten Sonntag, 1. März, findet ein Abschlussgottesdienst mit Christiane Kohler-Weiß und dem Chor „Voices of Peace“ statt.

Um die Vesperkirche jährlich wieder auf die Beine stellen zu können, bedarf es pro Tag rund 65 Helfer, die in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen. „Es haben sich wieder viele Leute gemeldet“, sagt Bärbel Albrecht. „Auch diesmal sind unter den altbekannten Mitarbeitern wieder viele neue Gesichter.“ Aktuell widme sie sich der Einteilung der Arbeitsschichten. Denn nicht nur im Begrüßungsteam, bei der Bedienung oder in der Spülküche werden helfende Hände benötigt. Auch ein Auf- und Abbau-Team, welches die Kirche in der Woche vor der Vesperkirche freiräumt, die Bänke entfernt und einen Boden verlegt, ist unabdingbar. „Ich bin zufrieden, was die Helfer angeht. Wir sind gut aufgestellt“, so die Projektleiterin.

Täglich gibt es ab dem 9. Februar von 11.30 bis 14.30 Uhr eine warme Mahlzeit für 1,50 .Euro. Auch in diesem Jahr wird das Mittagessen für die Vesperkirche von Wolfgang Dick, Leiter der Zentralküche auf der Karlshöhe, und seinem Team gekocht. „Damit die Gäste nach dem Mittagessen auch ein Stück Kuchen genießen können, rechnen die Organisatoren laut Pressemitteilung des Kreisdiakonieverbands Ludwigsburg mit 30 bis 40 Kuchen pro Tag. Unter der Kuchenhotline der Vesperkirche werden Kuchenspenden angenommen.

Neben den vielen Leckerein werden den Besuchern zahlreiche Angebote für kleines Geld geboten. „In der Ambulanz stehen an jedem Tag medizinische oder pflegerische Fachkräfte bereit, Winterkleidung aus dem Diakonieladen wird kostenlos abgegeben, Haareschneiden oder Fußpflege sind ebenfalls Angebote, die jedes Jahr sehr nachgefragt sind“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Die Vesperkirche solle laut Aussage der Initiatoren in jedem Jahr das Bewusstsein wecken, dass sich die Gesellschaft in einer Schieflage befindet. Die Schere zwischen Arm und Reich werde immer größer. Die Vesperkirche solle als Zeichen dafür dienen, dass jeder etwas tun müsse, damit die Kluft nicht noch größer werde.

Info: Bärbel Albrecht und ihr Team nehmen unter der Kuchenhotline, Telefon (01.76) 75.21.50.57, weitere Kuchenspenden entgegen.

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