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Gebr. Lotter KG – Unternehmensgeschichte

lotter

1810: C.H. LOTTER – CONDITOREI UND SPECEREIWAREN
Die lange Geschichte der Firma Gebrüder Lotter beginnt im Jahre 1810, als Christoph Heinrich Lotter (1787-1834) im Haus Körnerstraße 16 eine Konditorei eröffnete. Neben Backwaren handelte er mit Specereien wie z.B. Kaffee, Tee, Zucker und Gewürzen, aber auch mit Kinderspielzeug.

 

1840: DAS GRÜNDUNGSJAHR
In das Sortiment dieses Gemischtwarenladens wurden auch Eisenwaren aufgenommen, ohne daß diese aber eine größere Rolle spielten. Traditionell gilt das Jahr 1840 als Gründungsjahr des heutigen Unternehmens. In dieser Zeit führte die Witwe Christiane Katherine Lotter, geb. Friz, das Geschäft für die damals noch unmündigen Kinder.

 

1846: ALBERT LOTTER – SPECEREI- UND EISENWAREN
Im Jahr 1846 übernahm Albert Lotter (1823-1869) als ältester Sohn das elterliche Ladengeschäft. Zunächst änderte sich wenig an den Handelsgütern: Lotter verkaufte Lebensmittel (Schinken, Heringe, Käse) ebenso wie Tabak, Hanf oder Bettfedern.

Das Jahr 1850 brachte insofern eine Zäsur, als von nun an Eisen und Eisenwaren eine immer größere Bedeutung für die Firma gewannen.

 

1866: DER UMZUG IN DIE OBERE MARKTSTRASSE
Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung machte es Albert Lotter 1866 möglich, das Ladengeschäft in die günstiger gelegene Obere Marktstraße zu verlegen, nämlich in den traditionsreichen ehemaligen Gasthof "Zur goldenen Kanne". 

Als er bereits drei Jahre später starb, führte die Witwe Frederike Louise Lotter geb. Obermüller die Firma unter seinem Namen weiter.

 

1877: WILHELM LOTTER – GROBEISEN UND OFENGESCHÄFT
Den Eisenhandel übernahm 1877 ihr ältester Sohn Wilhelm (1851-1895) als selbstständige ins Handelsregister eingetragene Einzelfirma.
Damit existierten von nun an zwei Firmen mit dem Namen Lotter: Die Mutter handelte unter 

"Albert Lotter" mit Kleineisenwaren, Haushaltsartikeln und landwirtschaftlichen Geräten;
"Wilhelm Lotter" konzentrierte sich dagegen auf Eisen, Bleche und Öfen.

Dazu war ein eigenes Geschäftslokal notwendig. Im Jahr 1880 erwarb Wilhelm Lotter das Anwesen Eberhardstraße 7, die alte Postmeisterei. Von da an war hier über 90 Jahre die Eisenhandlung Lotter untergebracht.

 


1892: GEBRÜDER LOTTER: EISENHANDLUNG EN GROS & EN DETAIL
Als Wilhelm Lotter zu Beginn der 1890er Jahre krankheitsbedingt aufhören mußte, übernahmen
seine beiden jüngeren Brüder Adolf und Heinrich den Eisenhandel.

Die Firma heißt seit dieser Zeit "Gebrüder Lotter". Die treibende Kraft war dabei Heinrich Lotter (1866-1914), unter dessen Leitung sich "Gebrüder Lotter" zu einer der bedeutendsten und angesehensten Eisenhandelsfirmen Württembergs entwickelte.

Heinrich Lotter sorgte unter anderem für den Anschluß des ersten Industriegleises von Ludwigsburg als er das Eisenlager in die heutige Martin-Luther-Straße verlegte. Sein Bruder Adolf schied dagegen 1896 aus der Firma aus und gründete ein eigenes Bankhaus.

 

1893: ALBERT LOTTER – KLEINEISENWAREN (INH.: PAUL LOTTER)
Als letzter der Brüder kam Paul Lotter zu Zuge. Von seiner Mutter übernahm er im Jahr 1894 das Geschäft in der oberen Marktstraße 4.

Zum wirtschaftlichen Erfolg - "Albert Lotter" entwickelte sich zu der mit Abstand größten Firma dieser Art in Ludwigsburg - kam die gesellschaftliche Anerkennung mit der Ernennung zum "Königlichen Hoflieferanten".

 

1908: GEBRÜDER LOTTER (INH.: JOHANNES ERNST)
Persönliche Gründe (Krankheit und Kinderlosigkeit) und geschäftliche Überlegungen (Verfall der Eisenpreise) veranlaßten Heinrich Lotter, die Firma "Gebrüder Lotter" 1908 an den Stuttgarter 

Kaufmann Johannes Ernst (1876-1970) zu verkaufen.

Innerhalb weniger Jahre gelang es dem neuen Inhaber, das Unternehmen aus den roten Zahlen herauszuführen. Der erste Weltkrieg unterbrach den Aufstieg als Johannes Ernst Soldat wurde.

 

1918: GEBR. LOTTER (EHEM.: ALBERT LOTTER, K. HOFLIEFERANT)

Im Sommer 1918 erwarb Johannes Ernst von der Witwe Paul Lotters Haus und Geschäft in der Oberen Marktstraße. Damit waren die beiden Zweige der Firma Lotter, seit 1877 getrennt, wieder in einer Hand vereinigt. Sie wurden unter der Firmenbezeichnung Gebr. Lotter weitergeführt.

Trotz der Rückschläge durch Inflation und Weltwirtschaftskrise expandierte die Firma weiter. 

Die Zahl der Mitarbeiter stieg von ursprünglich 12 (1908) auf 70 (1927) und schließlich sogar auf 140 Mitarbeiter (1939).

Der Eisenlagerplatz wurde vergrößert, der Fuhrpark von Pferdewagen auf LKW und Elektrokarren umgestellt. Das Ladengeschäft in der Oberen Marktstraße wurde umgebaut und durch eine Abteilung für Glas und Porzellan ergänzt.

Erneut unterbrach der Krieg diese positive Entwicklung. Zahlreiche Mitarbeiter wurden eingezogen, auch die beiden Söhne des Inhabers. Viele kehrten nicht zurück – auch der jüngste Sohn nicht.

 

1948: GEBR. LOTTER KG
Nach dem Krieg beteiligte Johannes Ernst seinen Sohn und seine Töchter an dem bis dahin von ihm allein betriebenen Unternehmen, das seither als Kommanditgesellschaft fortgeführt wird.

Sein Sohn Theodor Ernst, seit 1931 verantwortlich in der Firma tätig, wurde zusammen mit dem Vater Geschäftsführer und persönlich haftender Gesellschafter.

 

1950: DAS NEUE LAGER IN DER MÖRIKESTRASSE
Ein entscheidender Schritt war 1950 der Erwerb eines Grundstückes mit Gleisanschluß zwischen Mörike- und Grönerstraße , auf dem in den Folgejahren umfangreiche Lager- und Büroräume erstellt wurden.

Von hier aus wurde bald das Flüssiggasgeschäft betrieben, das zwar schon 1937 angefangen wurde, aber nach den Zerstörungen des Krieges ganz neu aufgebaut werden mußte.

 

1959: DAS WALZSTAHLLAGER
Das Walzstahllager wurde 1959 von der Martin-Luther-Straße in die Mörikestraße verlegt und 1977 wesentlich erweitert, so daß dann fünf Kranhallen mit einer Lagermöglichkeit von weit mehr als 10000 t zur Verfügung standen.

Auf dieser Grundlage konnte das Unternehmen seine Marktstellung als leistungsfähiger Walzstahlhändler sehr erfolgreich ausbauen und verteidigen.

In der Martin-Luther-Straße war dadurch Platz geschaffen für die Ausweitung der Ofen- und Hausgeräteabteilung und der kurz zuvor gegründeten Bodenbelagsabteilung.

 

1970: DER GENERATIONSWECHSEL
Als Johannes Ernst 1970 im hohen Alter von 93 Jahren starb, wurde Theodor Ernst in der Geschäftsführung bereits von seinen Söhnen, den Diplom-Kaufleuten Helmut und Gerhard unterstützt. 1981 wurde Helmut Ernst als persönlich haftender Gesellschafter in die Familiengesellschaft aufgenommen.

 

1970: DER NEUE STANDORT WALDÄCKER
Steigender Umsatz und wachsende Mitarbeiterzahlen (550) führten Ende der sechziger Jahre erneut zu räumlicher Enge. Ein verkehrsgünstig zur Stadt und zur Autobahn gelegenes Grundstück in den Waldäckern bot hinreichende Ausdehnungsmöglichkeiten.

Ab 1970 entstand hier zunächst ein Tanklager für Flüssiggas und ein Freilager für Betonstahlmatten.

Mitte 1972 konnte das Großhandelshaus Waldäcker eingeweiht werden. Es nahm in seinen großzügigen Ausstellungs-, Verkaufs- und Lagerräumen die Eisen-, Haushalt- und Kunststoffwarenabteilung an. Außerdem bot es Platz für die dazugehörenden Verkaufsbüros und für die Verwaltung. Damit wurde es zum Hauptsitz des Unternehmens.

Bald wurde das Verkaufsprogramm um die umsatzstarken Bereiche Sanitär und Heizung erweitert und die Fachausstellungen Küche und Bad eröffnet. Für das Wachstum und die künftige Entwicklung des Unternehmens waren gute Voraussetzungen geschaffen.

 

1984: DAS NEUE STADTGESCHÄFT
Nach dem Umzug des Großhandels in die Waldäcker war die alte Heimat des Unternehmens zwischen Oberer Marktstraße und Eberhardstraße frei für die Entwicklung des Einzelhandelsgeschäftes mit Eisenwaren, Haus- und Küchengeräten, Glas und Porzellan.

Dieser Bereich wurde unter der Leitung von Albert Strasmann, dem Schwiegersohn von Johannes Ernst, tatkräftig ausgebaut. Zunächst war das mit kleineren räumlichen Verbesserungen, 1983 bis 1984 mit einer einschneidenden Veränderung des ganzen Betriebsanwesens verbunden.

Das Gebäude Eberhardstraße 7 und die etwas verwinkelten Häuser in den Innenbereichen wurden abgebrochen. Das stadtgeschichtlich bedeutsame Haus Obere Marktstraße 4, das seit 120 Jahren mit dem Namen Lotter verbunden war, blieb erhalten; in Richtung Eberhardstraße wurde es durch großzügige neue Verkaufsräume und durch darunterliegende Parkmöglichkeit ergänzt.

Ende 1984 eröffnete der neue Lotter seine Pforten. Somit war auch im Einzelhandel eine neue Grundlage für die zukünftige Entwicklung gelegt.

 

1989: DIE FLÜSSIGGASFÜLLSTELLE
Die Flüssiggasabteilung hat ihr Tanklager in den Waldäckern seit 1970 abschnittsweise bis zu einem Lagervermögen von fast 1000 t Flüssiggas ausgebaut und immer wieder den sich ändernden Sicherheitsvorschriften angepaßt. Allerdings fehlte noch eine eigene Füllstelle für Gasflaschen. Unter Berücksichtigung der neuesten Lager- und Sicherheitstechnik entstand 1989 unmittelbar neben dem Tanklager eine leistungsfähige Füllanlage.

 

1990: Flüssiggasgeschäft in Sachsen
Die Flüssiggasabteilung baute nach der Wiedervereinigung in Sachsen ein neues Vertriebsgebiet mit schlagkräftigem Außendienst auf. Die Verkaufsbüros von Dresden und Görlitz wurden 2005 nach Glauchau und Bautzen verlagert. Von Bautzen aus erfolgt mit eigenen Tankwagen die Versorgung der Kundschaft.

 

1995: Der Handwerkermarkt
Seit 1972 wurden abholende Handwerkerkunden in den Waldäckern in einem eigenen Abholerraum bedient.

Im Jahr 1995 wurde ein neues Verkaufslager mit 1.850 qm geschaffen, in dem sich die Handwerkerkunden weitgehend selber bedienen können, auf Wunsch aber auch Fachberatung bekommen.

Im alten Abholerraum wurde im Folgejahr im Benehmen mit dem Handwerk die Möglichkeit zur Bedienung von Privatkunden geschaffen: der Fachmarkt Sanitär und Heizung FSH, der von Fachhandwerkern aus der Umgebung betrieben wird, die hier Heimwerker und andere Privatkunden bedienen und fachmännisch beraten und dabei unmittelbar auf das Großhandelslager zugreifen können.

 

1995/1996: Die Umgestaltung des Walzstahllagers
Das Walzstahllager in der Mörikestraße wurde 1995 und 1996 erweitert und völlig umgebaut. Im Westen des Geländes – entlang der Raiffeisenstraße – wurde eine neue Kranhalle errichtet. Für die 6 m lange Stabware wurde ein Hochregallager gebaut.
Die Verkehrsführung wurde durch eine neue Mittelladestraße verbessert. Die bis dahin teilweise offenen Hallen wurden geschlossen. Ergänzt wurde die Maßnahme durch die Anschaffung einer hochleistungsfähigen Sägeanlage.

 

1996: Der Biegebetrieb in Glauchau
Auf einem neuerworbenen Gelände in Glauchau wurde ein Biegebetrieb für Betonstahl und Betonstahlmatten errichtet, der inzwischen als eigenständige Abteilung unseres Unternehmens geführt wird.

 

2002: Übernahme des Walzstahlgeschäftes der Konrad Haller KG GmbH & Co. in Stuttgart-Hedelfingen
Die Firma Konrad Haller KG GmbH & Co. in Stuttgart übertrug dem Unternehmen im März 2002 den Betriebsteil Profilstahl, der dann planmäßig von Stuttgart nach Ludwigsburg in die bestehenden Räume in der Mörikestraße verlagert wurde.

 

2004: Lotter - Kummetat - Stahl
Der Betonstahlabteilung bot sich im Jahr 2004 die Gelegenheit, zusammen mit Christoph Kummetat ein überregionales Streckengeschäft insbesondere mit Betonfertigteilwerken aufzubauen. Da es sich gut entwickelte, wurde für diesen Geschäftszweig 2008 in Frankfurt am Main ein eigenes Verkaufsbüro eingerichtet.

 

2005: Übernahme des Betriebes der Firma Brandenburger Stahlbearbeitung GmbH in Murr
Die Walzstahlabteilung konnte im Juni 2005 den Stahlbearbeitungsbetrieb der Firma Brandernburger in Murr übernehmen und am bisherigen Standort fortführen. Sie verfügt nun über eine leistungsfähige Brennschneideanlage und eine ebenso leistungsfähige Strahlanlage. Das ist eine wichtige Ergänzung zum bisherigen Dienstleistungsangebot der Abteilung.

 

2006: Neuausrichtung des Einzelhandelsgeschäftes
Die Veränderung der Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher führten zu wesentlichen Veränderungen im Einzelhandelsbereich des Unternehmens. Schon 1996 wurde der Einzelhandel mit Eisenwaren in der Innenstadt aufgegeben. 2006 war auch eine Einschränkung und Neuausrichtung des Haushaltwarengeschäftes erforderlich. Ein Teil der bisherigen Verkaufsfläche wurde vermietet. Die für den Bereich Haushaltwaren, Glas und Porzellan verbleibende Fläche wurde sehr ansprechend neu gestaltet, um die Ludwigsburger Kunden weiterhin sehr gut bedienen zu können.

 

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