Ludwigsburg | 09. Dezember 2017

Starthilfe: So kommt Schwung ins Auto

Der Klassiker: Nach der eisigen Nacht klackt am Morgen die Batterie nur noch müde und gibt nach dem dritten Versuch gänzlich ihren Geist auf. Die einen rufen jetzt entspannt ihre Werkstatt, die anderen den mobilen Service eines Automobilklubs.

Beim Überbrücken mit dem Starthilfekabel muss einiges beachtet werden. Foto: iStockphoto/Imageegami
Beim Überbrücken mit dem Starthilfekabel muss einiges beachtet werden. Foto: iStockphoto/Imageegami

Es gibt aber auch die hilfsbereite Nachbarschaft und das Starthilfekabel. Nur blöd: Wie schließt man es richtig an? Und passt es auch wirklich zu beiden Autos? Für viele ist das Überbrücken noch immer eine Anleitung mit sieben Siegeln. Vor allem aber: Wer hier etwas falsch macht, verursacht teure Schäden.

Vorher sollten Autobesitzer unbedingt in der Fahrzeugbedienung nachlesen, ob das Auto auch mit einem Starthilfekabel gezündet werden darf. Die Kabel müssen der DIN-Norm 72553 und der ISO-Norm 7622 entsprechen. Der Kabelquerschnitt sollte ausreichend dimensioniert sein – starke Motoren benötigen dickere Kabel. Die Akteure riskieren sonst einen teuren Kabelbrand. Angaben dazu stehen in der Bedienungsanleitung.

Wichtig ist, dass die Kabel mit Ausnahme der Zangenspitzen komplett kunststoffummantelt sind. Fachzeitschriften, Automobilklubs und Prüforganisationen geben Tipps und Kaufempfehlungen.

Starthilfekabel richtig nutzen

Vorbereiten: Fahrzeuge nebeneinander parken. Dabei unbedingt den Kontakt meiden. Auf befahrenen Straßen wird mit Warnwesten und dem Warndreieck gearbeitet. Ein Blick in die Bedienungsanleitung im Handschuhfach dient der Sicherheit: Passt das Kabel zu den Autos? Welche Reihenfolge ist richtig?

Verbinden: Zuerst mit dem roten Starthilfekabel die Pluspole der leeren mit der vollen Batterie verbinden. Dann das schwarze Kabel an den Minus-Pol der Spender-Batterie und dann an den Motorblock oder die Karosserie des Liegenbleibers klemmen.

Starten: Das fahrbereite Auto starten und einige Zeit laufen lassen. Anschließend das Pannenfahrzeug zünden. Um Spannungsspitzen zu vermeiden macht es Sinn, im wiederbelebten Auto einen starken Verbraucher wie das Gebläse einzuschalten.

Abklemmen: Zuerst die schwarzen Klemmen lösen, die elektrischen Verbraucher ausschalten, dann die roten Klemmen entfernen.

Fahren: Auf einer längeren Strecke kann sich die Batterie aufladen.

Weitere Artikel aus diesem Ressort