27. März 2014

Jugendhilfe Karlshöhe setzt sich positiv in Szene

Sehr viel Lob erhielten die jugendlichen Akteure der Wohngruppe „Unteres Haus“ auf der Karlshöhe für ihr Theaterstück mit musikalischen Einlagen am letzten  Donnerstagabend.  In fünf  Szenen zeigten die Jugendlichen witzige Sequenzen aus ihrem Alltag und führten die Besucher durch ein humorvolles und spannendes Programm. Angereiste Zuschauer aus Ludwigsburg, dem Großraum Stuttgart und dem Rems-Murr-Kreis konnten teilweise nur noch Stehplätze erhalten.

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Die treffsichere Darstellung des Alltags auf der Bühne ließen sowohl Eltern, pädagogische Mitarbeiter und die Jugendliche aus anderen Wohngruppen schmunzeln. Die musikalische Umrahmung war ebenfalls von hohem Niveau und erzeugte bei manchem Besucher eine Gänsehaut.  Viele Lacher und großer Beifall waren für die Jugendlichen, die bis dahin keine Bühnenerfahrung hatten, eine riesige Bestätigung.

Stimmen aus dem Publikum:  „Der Besuch dieser Veranstaltung war die beste Entscheidung des Tages.“ oder „Endlich wissen wir was unter der stationären Jugendhilfe zu verstehen ist, das Stück hat einen hohen Aufklärungscharakter.“ Die allgemeine Resonanz: Die Erwartung der Besucher wurde bei Weitem übertroffen.

Die gute Stimmung im Publikum, so berichtete die mitverantwortliche Mitarbeiterin Désirée Stoll, war auch hinten in der Maske spürbar und gab den Jugendlichen Sicherheit, verstärkte deren Motivation. David Kreisel, einer der jugendlichen Hauptdarsteller: „Das Projekt hat voll Bock gemacht“. Zuvor war er sicher, Theater sei überhaupt nichts für Ihn.

Stolz über das Ihr entgegengebrachte Vertrauen seitens der Jugendlichen zeigte sich die Projektleiterin und lobte das Durchhaltevermögen,  sowohl bei den Proben als auch beim Schreiben der Texte.  Besonders Jugendliche, die erst im Laufe des Projektes neu in die Wohngruppe kamen, hatten große Sorge sich auf der Bühne zu blamieren.  Ein Stück über sich selbst zu schreiben sei ein pädagogisch hochsensibles Vorhaben.

Die harte Arbeit wurde belohnt: Die Jugendlichen aus der Wohngruppe „Unteres Haus“ hatten nicht nur oft mit eigenen Problemen, sondern auch mit abwertenden Blicken, Kommentaren und Beleidigungen zu kämpfen und „nach dem Auftritt begrüßen und winken uns Menschen auf der Straße zu, das ist einfach ein unglaubliches Gefühl“. Aus dem Gefühl sich wegen des Lebens in der Wohngruppe zu schämen ist jetzt sich ein bisschen Stolz geworden.

Die Nachfrage nach weiteren Aufführungen ist sehr groß, daher werden seitens der Projektleitung weitere Aufführungsorte gesucht. Der nächste Termin soll zeitnah stattfinden, bevor sich die bestehenden Wohngruppen wieder verändern. 

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