Katis Trends
24. April 2013

Ein Loblied auf die Shirts

Oh Shirts, unsere Rettungsanker in Not und in völliger Verzweiflung, wenn uns vorm Schrank stehend gar nichts mehr einfällt und die schnell verfassten Ideen zerplatzen wie Seifenblasen, weil die Bluse farblich doch nicht passt und der Pulli ein Loch unter dem Arm hat (warum merkt man so was eigentlich immer nur beim Anziehen), wir sollten euch preisen, weil ihr immer da seid und unser Outfit in der letzten Sekunde rettet.

Eure Familie ist riesig, wir sind mit allen seit langem vertraut: T-Shirts, Girlie-Shirts, Sweatshirts, Poloshirts, Longsleeves, Tank-Tops, ihr seid so vielfältig und nie einfältig. Jede Saison erfindet euch neu und wir langweilen uns nie, wir greifen zu, weil unsere Geldbeutel nach eurem Kauf nie Krokodilstränen weinen. Der aktuelle Trend färbt euch schrill, streift euch klassisch oder bedruckt euch mit tropischen Gewächsen und digitalen Mustern. Und wir lieben das, weil die ganze Welt sich schon vor mehr als 50 Jahren in den T-Shirt tragenden James Dean und Marlon Brando verliebt hat, und seitdem ist euer Siegeszug nicht mehr aufzuhalten.

 

Unsre Omas seufzen noch manchmal über die Unsittlichkeit der Welt, in der alle Unterwäsche sichtbar tragen, aber es schockiert heute niemanden mehr. Zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die Mut zur Empörung haben, wie damals die Matrosen, die ihre T-förmigen Unterhemden zu Landgängen anzogen. Groß muss das Entsetzen der Moralprediger gewesen sein, aber der Trend des „Unterwäsche-nach-außen-Tragens“ hat Feuer gefangen.

Und wir sagen heute: Danke Seeleute!

 

Mehr Mode finden Sie auf unserer Seite „Katis Trends“.

KALÜ
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