Zeitung in der Schule
UMS LEBEN LAUFEN
KORNWESTHEIM/DITZINGEN | 13. Juni 2012

Schritt für Schritt Krankheit besiegen

Jedes Jahr sind beim Ditzinger Lebenslauf einige Tausend Menschen für die gute Sache auf den Beinen

Das Lauf-Team aus Kornwestheim: Tobias Hartschuh, Anna Novotny, Jennifer Bening, Dilek Terzi, Leticia Vasconcelos und Tamara Giersig.
Das Lauf-Team aus Kornwestheim: Tobias Hartschuh, Anna Novotny, Jennifer Bening, Dilek Terzi, Leticia Vasconcelos und Tamara Giersig.
Foto: Klasse

Mukoviszidose ist eine unheilbare Erbkrankheit, bei der bisher nur die Symptome behandelt werden können. Um die Krankheit bekanntzumachen, findet seit 1999 jedes Jahr der sogenannte Lebenslauf in der Ditzinger Glemsaue statt.

Beim 14. Lebenslauf in Ditzingen war unsere Klasse wieder dabei. Wie im letzten Jahr spendeten wir dabei den Erlös unseres Vesperverkaufs.

Mit über 3600 anderen Läufern, Walkern und Spaziergängern setzten wir uns so für eine bessere Behandlung von Mukoviszidosepatienten ein.

Der Lebenslauf sammelt Geld für die Erforschung neuer Medikamente und zur Anschaffung von Hilfsmitteln.

Tobias Hartschuh sprach mit Manfred Schröder, einem der hauptamtlichen Organisatoren. „Ich hörte durch meine Schwester von solch einem gesponserten Lauf in der Schweiz und war von der Idee begeistert“, berichtete Schröder.

Nach einem halben Jahr Planung wurde 1999 die Idee in die Tat umgesetzt und war gleich ein Erfolg. Beim ersten Lauf waren es etwa 400 Teilnehmer, jetzt laufen jedes Jahr zwischen 3500 und 4000 Leute mit.

150 bis 160 ehrenamtliche Helfer sorgen jedes Jahr für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Im September beginnt schon wieder die Planung für den Lauf im nächsten Jahr.

„Wir haben mittlerweile zwölf feste Sponsoren. Über eine Million Spendengelder haben geholfen, den Erkrankten ein besseres Leben zu ermöglichen“, so Manfred Schröder im Zisch-Interview.

Davon seien Physiotherapeuten und zusätzliche ärztliche Maßnahmen bezahlt worden. Außerdem gehe Geld in die Forschung. Inzwischen, so Schröder weiter, sei in den USA ein Medikament entwickelt worden, das bei vier Prozent der an Mukoviszidose erkrankten Kinder und Jugendlichen Erfolge zeige.

Die Mukoviszidosepatientin Valerie Volk ist von Anfang an dabei. „Als Kind bin ich schon mal eine Runde mitgelaufen. Inzwischen arbeite ich im Organisationsteam mit. Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen an dem Lauf teilnehmen“, sagte sie zu den Zisch-Reportern.

Und sie gab ihnen auch einen kleinen Einblick in ihren Alltag. „Mein Tagesablauf als Patientin bedeutet immer, nach dem Frühstück viele Medikamente einzunehmen und zu inhalieren“, sagte Valerie Volk. Einmal wöchentlich komme die Physiotherapeutin und mache mit ihr Übungen. Außerdem habe sie immer wieder viele Arzttermine.

„Mein Mann, meine Mutter und die ganze Familie unterstützen mich sehr. Im Urlaub muss ich mich besonders über die Unterkunft und dabei speziell über die Wasserqualität informieren. Das Klima spielt auch eine große Rolle. Nicht für jeden Mukoviszidoseerkrankten ist das gleiche Klima gut“, weiß die erkrankte Frau. Flugreisen seien für sie kein Problem.

Victoria, Gjyzide, Tobias, Tamara, Jennifer

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