Zeitung in der Schule
Ludwigsburg | 05. August 2015

„Besondere war die Realitätsnähe des Projekts“

Wolfgang Eggerl ist einer der drei Geschäftsführer der Freiberger Firma Schweitzer Chemie. Bei einem Interview stand er den Zisch-Reportern Rede und Antwort.

Bernd Stockburger (links) und Wolfgang Eggerl sprachen mit den Zisch- Reporterinnen Denise und Gianna (Zweite von links). Foto: Belinda Back
Bernd Stockburger (links) und Wolfgang Eggerl sprachen mit den Zisch- Reporterinnen Denise und Gianna (Zweite von links). Foto: Belinda Back

Die Oscar-Paret-Schule ist hier in Freiberg vor Ort. Wie kam die Idee zur Zusammenarbeit mit der Schule und wie kam das Projekt zustande?

Das Freiberger Unternehmerforum besteht seit sechs Jahren. Es ist ein Verein mit 19 großen Freiberger Firmen, der verschiedene Handlungsfelder hat. Ein wichtiges Feld ist die Erarbeitung von Bildungs- und Kulturinitiativen in Freiberg. Dazu haben wir auch eine Bildungspartnerschaft mit dem Gymnasium der OPS. Gemeinsam mit Lehrern wurde die Idee des Bewerbungstrainings erarbeitet und umgesetzt.

Was erhofft sich die Firma Schweitzer Chemie von dem Projekt?

Als Vorstand des Unternehmerforums liegt mir die Zusammenarbeit mit der OPS in Freiberg persönlich sehr am Herzen. In erster Linie möchten wir die Schüler auf erfolgreiche Vorstellungsgespräche vorbereiten. Natürlich freuen wir uns auch über Bewerbungen von Freiberger Schülern auf insgesamt vier Ausbildungsberufe.

Gab es bei der Planung und Umsetzung des Projektes irgendwelche Besonderheiten oder vielleicht auch Komplikationen?

Besonders war die Realitätsnähe dieses Projekts. Es war auch interessant, wie unterschiedlich Firmen in der Bewertung und Auswahl von Auszubildenden vorgehen. Besonders war sicherlich auch das Interesse der teilnehmenden Schüler.

Hat die Klasse und die allgemeine Umsetzung des Bewerbungstrainings die Anforderungen erfüllt?

Die Klasse war sehr gut vorbereitet und auch offen für „kritische“ Rückmeldungen. Für unser Pilotprojekt wurden die Erwartungen mehr als erfüllt.

Die Firma Schweitzer Chemie hat viele Kunden und innerhalb Deutschlands auch viele Standorte. Warum hat sich die Firma die Stadt Freiberg als Hauptsitz ausgesucht?

Freiberg am Neckar hat eine hervorragende Infrastruktur, gut ausgebildete Mitarbeiter, gute Verkehrsanschlüsse, gute Region und eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.

Für was steht die Firma?

Wir stehen am Markt für Qualität. Wir sind tätig in der industriellen Wasseraufbereitung und Wasserbehandlung.

Wie sind die Arbeitszeiten? Betätigt sich Schweitzer Chemie bei der Familienförderung?

Wir haben eine moderne Gleitzeitregelung. Mit Teilzeitarbeit, Elternzeit und der Unterstützung bei der Kinderbetreuung unterstützen wir junge Familien und ihre Bedürfnisse.

Zum Schluss eine persönliche Frage. Wie sind Sie zu Schweitzer Chemie gekommen?

Das Thema Wasser fasziniert mich schon immer. Bei der Gründung wurden neben den Themen Produkt und Leistung auch kaufmännisches Wissen gefragt. Da war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Zuerst hatte ich einen Realschulabschluss. Danach noch das Abi über das Wirtschaftsgymnasium. Dann eine kaufmännische Ausbildung und viel praktische Erfahrung. Und dann noch ein berufsbegleitendes Studium in St. Gallen.

Victoria Benninger, Paul Gorbach und Ines Wanner

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