Zeitung in der Schule
MUSEUM
Ludwigsburg | 28. Juli 2015

Ein Waschtag wie zu Uromas Zeiten

Wäschewaschen statt Mathe büffeln: Im Freilichtmuseum Beuren haben die Zisch- Reporter aus Kornwestheim viel Erstaunliches erlebt.

Erst wird kräftig geschrubbt, dann mit vereinten Kräften gewrungen, dann kann die Wäsche an der frischen Luft trocknen.Fotos: Brigitte Schedwill
Erst wird kräftig geschrubbt, dann mit vereinten Kräften gewrungen, dann kann die Wäsche an der frischen Luft trocknen.Fotos: Brigitte Schedwill
Da haben Flecken keine Chance.
Da haben Flecken keine Chance.

Das soll eine Unterhose sein, dieses riesige weiße Kleidungsstück. Ja und mit welcher Temperatur wäscht man das? Wir suchten ein Etikett, aber wir fanden keines, denn früher war das gar nicht nötig. Die Leute hatten den Stoff selbst gewebt, aus Leinen. Der Lein wuchs auf ihren Feldern. Ist doch klar, dass man dann wusste, wie heiß man es waschen darf.

Im Museum besonders gut gefallen hat uns, dass wir ausprobieren durften, wie man früher Wäsche gewaschen hat. Elke Müller zeigte uns ganz genau, wie man Wäsche wusch. Es gab früher noch keine Waschmaschinen und es musste alles von Hand gewaschen werden.

Zunächst mussten wir die Wäsche in Seifenlauge einlegen, dass sie einweicht. Mit einem Stampfer haben wir die Wäsche in Bewegung gehalten. Dann kam das Kleidungsstück in den Waschkessel, der von unten mit Feuer angeheizt worden war.

Immer wieder wird gestampft

Die Seife mussten wir zuvor reiben und in die heiße Lauge rühren. Wieder wurde gestampft. Danach nahmen wir eine Holzzange, holten damit das Wäschestück heraus und wickelten es wie Spaghetti drum rum und legten es auf einen Holztisch. Mit Bürsten und Seife schrubbten wir die Flecken raus. Das konnten wir auch an einem Waschbrett machen. Dann kam die Wäsche wieder ins erste Becken, um ausgespült zu werden. Nach dem Ausspülen wurde sie in der Maschine „Frauenlob“ geschleudert, besser gesagt ausgepresst. Jetzt mussten wir nur noch mit Klammern unsere frischgewaschene Wäsche aufhängen.

Ach ja, das Wasser zum Waschen mussten wir aus einem Brunnen holen, da es früher kein fließendes Wasser gab. Mit einem großen Leiterwagen, einer Wanne und zwei Blecheimern erledigten wir auch das.

So ein Waschtag dauerte früher wirklich den ganzen Tag und war echt anstrengend. Gut, dass es heute Waschmaschinen gibt.

Xenia, Sophia, Filip, Leni,

Michelle, Aljan und Lia

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