Basketball-Bundesliga
Berlin | 16. April 2018

Alba auch im dritten Anlauf zu gut für Riesen

Es hat wieder nicht gereicht. Die MHP-Ludwigsburg haben gegen Alba Berlin auch den dritten Vergleich dieser Saison verloren. Nach der 67:86-Heimniederlage und dem 73:78 im Pokal-Viertelfinale im Januar unterlagen die Bundesliga-Basketballer von John Patrick am Samstagabend in der Hauptstadt erneut mit 86:96 (45:53).

Jeremy Senglin (links) – hier im Duell dem Berliner Stefan Peno – deutete gegen Alba seine Klasse an und legte insgesamt 15 Punkte auf.Foto: Eibner
Jeremy Senglin (links) – hier im Duell dem Berliner Stefan Peno – deutete gegen Alba seine Klasse an und legte insgesamt 15 Punkte auf.Foto: Eibner

„Alba war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, räumte Ludwigsburgs Trainer nach der Partie ein. Sein Team hätte das, was es sich vorgenommen hatte, nur teilweise gut umgesetzt. „In einigen Phasen war unser Spiel etwas durcheinander.“ Was auch dem Umstand geschuldet war, so der Coach, „dass wir noch dabei sind, unsere neuen Spieler zu integrieren“.

Erst vor Wochenfrist hatten die Riesen den Dreierspezialisten Jeremy Senglin als neunten Ausländer verpflichtet, obwohl in der Bundesliga nur jeweils sechs eingesetzt werden dürfen. Dass der 23-jährige US-Guard die Riesen zeitnah verstärken wird, war gegen Alba bereits zu sehen. In 20 Minuten Einsatzzeit traf er drei seiner fünf Versuche aus der Distanz und war mit 15 Punkten hinter Elgin Cook (20) zweitbester Scorer seines Teams.

Insgesamt kamen die Ludwigsburger vor 11 115 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 13 Dreiern bei 27 Versuchen auf die traumhafte Trefferquote von 48 Prozent, eine Bestmarke, für die in dieser Saison eigentlich Albas Team zuständig ist. Cook hatte die Partie mit zwei Distanzwürfen eröffnet, Dwayne Evans, Senglin und David McCray ließen im ersten Viertel drei weitere folgen. Die erste vielversprechende Führung der Gäste (19:11) blieb jedoch wie auch das 35:27 wenig später eine Momentaufnahme.

„Wir sind mit sehr viel Energie gestartet, haben Alba unter Druck gesetzt, vorn gut getroffen“, erklärte Adam Waleskowski. In der Folge habe es dann aber zu viele Phasen gegeben, „in denen wir den Ball verloren und zu viele Offensivrebounds der Berliner zugelassen haben, die dann zu leichten Körben führten“.

Die Berliner feierten gegen Ludwigsburg den 15. Sieg gegen einen Liga-Konkurrenten in Folge – ein Erfolg, nach dem sie kaum noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen sind. Bei einem Ausrutscher der Bayern ist für Alba sogar Platz eins drin. Ludwigsburg hingegen steht als Dritter der Hauptrunde so gut wie fest. „Unsere Herangehensweise wird sich dadurch nicht ändern“, verspricht Waleskowski. „Wir wollen eine gute Saison gut zu Ende bringen, für uns und unsere Fans“.

Theo Breiding
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