basketball champions league
Ludwigsburg | 01. Februar 2018

Riesen mühen sich zum 72:67-Sieg

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben in der Basketball-Champions-League bei Gaziantep mit 72:67 gewonnen. Dwayne Evans mit 19 Punkten ragte bei den Ludwigsburgern heraus, Gaziantep tat sich aus der Distanz lange schwer.

Thomas Walkup (links) und Kerron Johnson (rechts) hatten mit ihren Riesen gegen Gaziantep lange Schwierigkeiten. Foto: Champions League
Thomas Walkup (links) und Kerron Johnson (rechts) hatten mit ihren Riesen gegen Gaziantep lange Schwierigkeiten. Foto: Champions League

Ludwigsburg. Durch den 72:67-Sieg bei Gaziantep wahren die Riesen – ohne den angeschlagenen Center Johannes Thiemann – die Chance auf Platz eins in der Champions-League-Gruppe B.

Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten fanden die Riesen besser in die Partie. Thomas Walkup, Dwayne Evans und Elgin Cook sorgten für eine frühe 17:5-Führung. Besonders mit der aggressiven Verteidigung kamen die Türken zu Beginn nicht zurecht. Beim Stand von 20:9 im zweiten Viertel hatte sich Gaziantep beinahe so viele Ballverluste (8) wie Punkte erlaubt.

Doch die Gastgeber fanden einen Weg zurück in die Partie, auch dank Robert Carter. Der 2,06 Meter große US-Amerikaner brachte sein Team mit einem Dreipunktspiel auf 19:26 heran und blockte dann einen Wurfversuch von Ludwigsburgs Adika Peter-McNeilly energisch auf die Tribüne. Bis zum Ende der ersten Halbzeit drehte sich das Momentum zugunsten der Türken, die mit einem Alley-Oop-Anspiel und anschließendem Dunking durch Victor Rudd für spielerische Glanzpunkte sorgten, während die Ludwigsburger durch Ballverluste und Unkonzentriertheiten auffielen. Dennoch retteten die Riesen ein 34:30 in die Pause.

In Hälfte zwei überzeugte Ludwigsburg mit seinem Spiel von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Zweimal Evans und Kerron Johnson markierten neun Punkte in Serie. Während die Riesen zu diesem Zeitpunkt bei 50 Prozent Dreierquote lagen, tat sich Gaziantep schwer und hatte zwischenzeitlich eine Dreierquote von elf Prozent.

So erspielten sich die Riesen einen 16-Punkte-Vorsprung, doch Gaziantep kam noch einmal zurück – auch weil die Türken nun ihre Distanzwürfe trafen. Mit 55:48 ging es in den Schlussabschnitt. In diesen startete Gaziantep mit einem 8:0-Lauf und übernahm sogar die Führung.

Doch dann drehte Ludwigsburgs Cook auf. Erst traf er einen Dreier zum 61:58, dann erhöhte er auf 64:60, ehe er mit aggressiver Defensive den Ball klaute und Adam Waleskowski zum 66:60 bediente.

Trotz der erneuten Rückschläge gab sich Gaziantep weiter nicht geschlagen und erwies sich als zäher Gegner. Eine Minute vor dem Ende brachte Patrick Miller die Gastgeber auf drei Punkte heran. Jedoch waren die Riesen zu abgeklärt, zeigten keine Schwäche von der Freiwurflinie und gingen als Sieger aus der Halle.

Philipp Böhl
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