deutsche eishockey-liga 2
Bietigheim-Bissingen | 19. März 2018

5:3 – Steelers-Sieg erneut nichts für schwache Nerven

Spielerisch ansprechend, kämpferisch herausragend: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat sich im Play-off-Viertelfinale gegen Heilbronn die 2:1-Serienführung geholt.

Unter Kontrolle hat Steelers-Kapitän Adam Borzecki den Heilbronner Brad Ross, beobachtet von einem Schiedsrichter.Foto: Baumann
Unter Kontrolle hat Steelers-Kapitän Adam Borzecki den Heilbronner Brad Ross, beobachtet von einem Schiedsrichter.Foto: Baumann

Gegen die Falken glückte gestern ein 5:3-Erfolg, der bis zum Schluss auf Messers Schneide stand. Zwei weitere Siege sind für den Halbfinaleinzug nötig, bereits morgen geht es um 20 Uhr in Heilbronn weiter.

Auf der Verletztenliste der Steelers standen Verteidiger Dominic Auger und Stürmer Benjamin Zientek. Dafür kehrte Marcus Sommerfeld ins Team zurück.

Nach einem Abtasten zu Beginn nutzte Heilbronn in der 6. Minute die erste Gelegenheit zur Führung, als Justin Kirsch nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Steelers-Tor zum 0:1 einnetzte.

Die Freude der Falken währte jedoch nur 24 Sekunden. Dann bebte erstmals die mit 4333 Zuschauern fast vollbesetzte Arena. Als Torschütze zum 1:1-Ausgleich wurde Verteidiger Bastian Steingroß gefeiert. Nur eine Minute später verpasste Sommerfeld das 2:1, als Falken-Keeper Marcel Melichercik glänzend reagierte. Die äußerst bissig wirkenden Gastgeber setzten nach und wurden in der 9. Minute mit dem Führungstreffer durch Shawn Weller belohnt, der sich bereits in den beiden ersten Play-off-Duellen zum „Liebling“ der Falken-Fans entwickelt hatte.

Heilbronn hatte jetzt einige Mühe, den Steelers-Express zu stoppen. Mehrfach gerieten die Gäste in Unterzahl und mussten sich auf Melichercik verlassen, der einen höheren Rückstand nach 20 Minuten verhinderte. Die erste Drittelpause kam den Falken zugute, die im Powerplay wieder ausgleichen konnten: Tim Bernhardt traf in der 25. Minute zum 2:2.

McNeelys Traumtor

Zwei Minuten später waren wieder die Steelers im Vorteil: Ein Traumtor von Tyler McNeely, der die gesamte Heilbronner Defensive austanzte, bescherte dem Vizemeister das 3:2. Aus ganz spitzem Winkel zeigte dann Routinier Justin Kelly seine Klasse, als er Melichercik in der 35. Minute zum 4:2 überlistete. Heilbronn kam besser aus der zweiten Pause und verkürzte in der 42. Minute durch Jordan Heywood auf 3:4. Die Spannung wurde auf die Spitze getrieben und erst in der letzten Minute machte Alexander Preibisch mit dem 5:3 alles klar.

von karl-heinz Ullrich
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