Deutsche Eishockey-Meisterschaft
Ludwigsburg | 03. April 2017

EHC München erster DEL-Finalist

Titelverteidiger EHC Red Bull München steht erneut im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. In der Halbfinalserie Nürnberg gegen Wolfsburg geht es dagegen noch weiter. Vizemeister Wolfsburg verpasste die Entscheidung.

Hitziges Gefecht: Die Spieler von München und Berlin (weiß) prügeln sich auf dem Eis. Foto: Sven Hoppe/dpa
Hitziges Gefecht: Die Spieler von München und Berlin (weiß) prügeln sich auf dem Eis. Foto: Sven Hoppe/dpa

Das Münchner Team von Trainer Don Jackson gewann durch ein 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung vorzeitig die Halbfinalserie gegen die Eisbären Berlin mit 4:1 Siegen. Das entscheidende Tor schoss Kapitän Michael Wolf in der zwölften Minute in der Verlängerung in Überzahl. „Wir sind am Ende einfach nur froh, das Spiel gewonnen zu haben. Das ist ein super Gefühl“, sagte der Matchwinner.

Zuvor hatte ein Feueralarm im dritten Drittel für eine unfreiwillige mehrminütige Pause gesorgt. In der regulären Spielzeit hatte Laurin Braun (14.) die erneut starken Eisbären in Führung geschossen. Dank eines beherzten Alleingang von Nationalstürmer Frank Mauer (33.) kam München aber noch in die Overtime.

In der kommenden Woche kann der Titelverteidiger nun auf seinen Finalgegner warten, da Vizemeister Grizzlys Wolfsburg in der anderen Halbfinalserie die vorzeitige Entscheidung verpasste. Bei den Nürnberg Ice Tigers verlor das Team von Trainer Pavel Gross mit 1:4 (0:1, 1:2, 0:1). In der „Best-of-seven“-Serie steht es damit nur noch 3:2 nach Siegen für die Niedersachsen, die am Dienstag (19.00 Uhr) wieder vor eigenem Publikum den noch notwendigen vierten Erfolg sichern können. Gewinnt Nürnberg erneut, wäre ein siebtes und entscheidendes Halbfinalspiel am kommenden Freitag notwendig.

„Wir haben nichts zu verlieren. Jetzt liegt der Druck bei Wolfsburg“, sagte Nürnbergs Matchwinner Marco Pfleger. Der 25-Jährige schoss vor 7672 Zuschauern in der ausverkauften Halle die ersten beiden Tore (6./24.). Nur 86 Sekunden nach dem 2:0 traf Philippe Dupuis (26.) nach einer tollen Einzelleistung zum 3:0. Zudem überzeugte Nationalkeeper Andreas Jenike, der diesmal den Vorzug vor Jochen Reimer bekam.

„Das letzte Spiel ist immer das schwerste zu gewinnen. Aber wir müssen jetzt einfach unseren Kopf abschalten und zuhause unser Spiel spielen“, sagte Wolfsburgs Nationalverteidiger Björn Krupp, für dessen Vater Uwe als Trainer der Eisbären die Saison endgültig vorbei ist.

von Carsten Lappe
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