Deutsche Eishockeyliga 2
Bietigheim-Bissingen | 13. Februar 2018

Keine Pause für die Steelers

Heute Abend Duell gegen die Lausitzer Füchse – Justin Kelly gibt sein Comeback

Eine von vielen wilden Szenen: Shawn Weller (Mitte, Nummer 63) und Brad Ross (unten) geraten im Derby aneinander. Foto: Baumann
Eine von vielen wilden Szenen: Shawn Weller (Mitte, Nummer 63) und Brad Ross (unten) geraten im Derby aneinander. Foto: Baumann

In der Deutschen Eishockeyliga 2 ist der SC Bietigheim-Bissingen nach dem 3:2-Overtimesieg im denkwürdigen Derby gegen die Heilbronner Falken weiter souverän an der Tabellenspitze. Bereits heute folgt aber das nächste Heimspiel, das womöglich den Weg zu einer Neuauflage des Sonntagsspiels in der ersten Play-off-Runde ebnet. Gegen die Lausitzer Füchse feiert Spielmacher Justin Kelly nach langer Verletzungspause sein Comeback.

Nach dem Spiel der Bietigheim Steelers gegen die Heilbronner Falken waren sich die Trainer beider Teams einig – trotz der über 60 hitzigen Minuten in der Ege Trans-Arena. „Es war von Anfang an ein hartes Spiel, super für die Zuschauer, nicht so für die Trainer“, konstatierte Steelers-Coach Kevin Gaudet und stimmte seinem Heilbronner Pendant Gerhard Unterluggauer zu, der sagte: „Es war kein großartiges Spiel, hatte aber sehr viele Emotionen.“

In der Tat bot sich den 3906 Zuschauern in der Ege Trans-Arena ein Spektakel. Viele Strafen, harte Hits, bei denen sogar eine Plexiglasscheibe zu Bruch ging, ein Schlagabtausch mit Toren auf beiden Seiten und auf den Rängen Fans, die sich in nichts nachstanden. „Es war Derby pur“, zog Gaudet sein Fazit.

Für die Bietigheimer bleibt jedoch nicht viel Zeit durchzuschnaufen. Bereits heute geht es im nächsten Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse weiter (19.30 Uhr). Es ist das dritte Spiel binnen fünf Tagen. Besonders im letzten Drittel merkte man im Derby am Sonntag beiden Teams an, dass sie in den bisherigen 45 Saisonspielen bereits ordentlich Kräfte gelassen haben.

Ungeachtet der großen Belastung bewiesen aber gerade die Steelers, die mit sieben Punkten Vorsprung bei noch sieben ausstehenden Partien an der Tabellenspitze der DEL 2 stehen, mehrmals den längeren Atem. Drei Spiele in Serie gewannen die Bietigheimer nun mit einem Tor Vorsprung. „Es war heute wie in den letzten Spielen: Ein Tor hat den Unterschied gemacht, aber beide Mannschaften hätten gewinnen können“, sagte Gaudet nach dem Falken-Spiel.

Nicht wenige Zuschauer in der Ege Trans-Arena hatten am Sonntag bereits gehofft, dass das Derby gegen die Falken nicht das letzte in dieser Saison ist. Derzeit liegen die Heilbronner auf Rang zehn mit sechs Punkten Vorsprung auf den nächsten Steelers-Gegner aus der Lausitz. Die Gaudet-Truppe könnte also ihren Teil beitragen, den Falken den Weg in die Pre-Play-offs, zu denen Platz zehn berechtigt, zu ebnen.

Philipp Böhl
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