Deutsche Eishockeyliga 2
Ludwigsburg | 16. Februar 2018

Schoch: „Es war eine Entscheidung der Vernunft“

Sollte ein Team nach der Saison aus der Deutschen Eishockey-Liga ausscheiden, kommen die Bietigheim Steelers nicht als Aufsteiger infrage. Die dafür nötige Bürgschaft über 100 000 Euro hat der Zweitligist bewusst nicht hinterlegt. Der Fokus liegt weiterhin auf einer sportlichen Verzahnung zwischen DEL und DEL 2.

Volker Schoch hofft weiter auf einen sportlichen Aufstieg in die DEL. Archivfoto: Baumann
Volker Schoch hofft weiter auf einen sportlichen Aufstieg in die DEL. Archivfoto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Eishockeyzweitligist Bietigheim Steelers hat sich dagegen entschlossen, eine Bürgschaft über 100 000 Euro zu legen, welche im Falle eines frei werdenden Platzes notwendig gewesen wäre, um am Lizenzierungsverfahren der ersten Eishockeyliga (DEL) teilzunehmen. Das bestätigte der Verein gestern am letzten Tag, an dem die Bürgschaft hinterlegt werden konnte.

Die Löwen Frankfurt sind damit der einzige DEL 2-Club, der auf diesem Weg versucht, in die DEL zu kommen. Derzeit gibt es keine Regelung für eine Verzahnung zwischen DEL und DEL 2. „Wir konzentrieren uns auf den sportlichen Auf- und Abstieg, das ist jetzt unsere letzte Chance“, sagte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch im Hinblick auf ein laufendes Verfahren, in dem die DEL 2-Clubs versuchen, sechs Teams aufzutreiben, die Bürgschaften im Wert von 816 000 Euro für einen eventuellen Aufstieg zu hinterlegen. Im Idealfall soll in der Saison 2019/20 der Sieger der DEL 2 aufsteigen können. Die Steelers legen den Fokus auf die langfristige Entwicklung. „Wir bereiten uns sportlich und wirtschaftlich auf die erste Liga vor“, sagte Schoch. „Wenn wir die 100 000 Euro gelegt hätten und in der Saison 2018/19 einen Platz in der DEL bekommen hätten, hätten wir auch die 816 000 Euro legen müssen. Etwa die gleiche Summe wäre für eine Aufwertung des Teams zu stemmen.“ Insgesamt hätte Schoch mit bis zu 2 Millionen Euro Mehrkosten gerechnet. „Es war eine Entscheidung der Vernunft.“

Derweil laufen die Kaderplanungen bei den Bietigheimern an und verfolgen ein langfristiges Konzept: „Wir werden einen Umbruch in der Mannschaft haben. Wir brauchen Zeit, ein Team zu bilden, das auch einen möglichenAufstieg mitmachen kann“, so Schoch zu einer Kaderverjüngung. „Wir gehen einen Schritt zurück, nehmen aber nur Anlauf.“

Philipp Böhl
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