Deutsche Eishockeyliga 2
Ludwigsburg | 06. April 2018

Steelers beweisen Nehmerqualitäten

Nach dem 4:1 bei den Löwen Frankfurt gehen die Bietigheim Steelers heute (19.30 Uhr, Ege Trans-Arena) mit breiter Brust in Spiel 5 des Play-off-Halbfinals der Deutschen Eishockeyliga 2 . Vor dem Auswärtssieg bei den Hessen sprach Trainer Kevin Gaudet noch ein „Verlier-Verbot“ aus, auf dem Eis bewiesen dann zwei seiner Spieler Comebackqualitäten.

Sinisa Martinovic beim 1:1-Ausgleichstreffer der Frankfurter am Mittwochabend. Foto: Hübner
Sinisa Martinovic beim 1:1-Ausgleichstreffer der Frankfurter am Mittwochabend. Foto: Hübner

„Wie gewonnen, so zerronnen“ titelten die enttäuschten Löwen Frankfurt auf ihrer Internetseite nach dem überzeugenden 4:1-Sieg der Bietigheim Steelers. Die Bietigheimer indes feierten in Frankfurt einen Sieg, dessen Wichtigkeit sich auch Trainer Kevin Gaudet nach der Partie bewusst war: „Hätten wir gegen eine solche Mannschaft 1:3 hintengelegen, wäre es verdammt schwer geworden.“ Daher war die Marschroute des Kanadiers klar, „heute war die Kampfansage, Verlieren ist verboten.“

Durch den Sieg hat sich die Ausgangslage für die Steelers verändert. Beim Stand von 2:2-Siegen können die Grün-Weißen mit breiter Brust und dem Heimvorteil im Rücken in Spiel 5 gehen. Dass sich Gaudets Team in dieser zumindest in Ansätzen komfortablen Situation wiederfindet, ist auch zwei Spielern zu verdanken, die nach Rückschlägen eindrucksvoll zurückkamen: Marcus Sommerfeld und Sinisa Martinovic. Sommerfeld hatte noch bei der 4:6-Niederlage am Montag bei eigener Führung und Überzahl die Scheibe verloren und den Weg zum 1:2-Anschlusstreffer der Löwen geebnet. Die Frankfurter drehten in der Folge die Partie. Gestern wurde Sommerfeld dagegen mit drei erzielten Toren zum Matchwinner. „Marcus hatte ein schweres Spiel mit ein paar Fehlern, heute hat er alles richtig gemacht“, lobte Gaudet.

Auch Keeper Martinovic, der Ilya Sharipov ersetzte, avancierte gerade im Schlussdrittel zum sicheren Rückhalt und hielt seinen Kasten sauber. Zuvor musste aber auch er Nehmerqualitäten beweisen. Beim 1:1-Ausgleichstreffer der Löwen sah er alles andere als gut aus und musste mit ansehen, wie die Scheibe an seinem Kopf vorbei über die Linie rutschte. „Silo war hervorragend im Tor“, sah Gaudet darüber hinweg.

Philipp Böhl
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