deutsche eishockey-liga 2
Bietigheim-Bissingen | 26. Februar 2018

Steelers geraten in Negativspirale

Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen macht es unfreiwillig spannend im Kampf um Platz eins. Gestern kassierten die Steelers beim 4:5 gegen die Dresdner Eislöwen die dritte Niederlage in Folge.

Kampf an der Bande: Tadas Kumeliauskas (Dresden, links) gegen Steelers-Stürmer Tyler McNeely.Foto: Baumann
Kampf an der Bande: Tadas Kumeliauskas (Dresden, links) gegen Steelers-Stürmer Tyler McNeely.Foto: Baumann

Die beste Ausgangsposition vor Beginn der Play-offs wird vermutlich erst am kommenden Sonntag, dem letzten Hauptrundenspieltag, entscheiden. Noch behaupten die Steelers die Tabellenführung, trotz der kleinen Negativserie.

Dresden, das am Freitag eine 0:5-Klatsche im Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse einstecken musste, ging nach einem blitzsauberen Konter in der 5. Minute durch Matt Siddall in Führung. Bei angezeigter Strafe gegen den Tabellenführer erhöhten die Gäste in der 7. Minute durch Harrison Reed auf 2:0. Für Steelers-Stürmer Shawn Weller war das Match anschließend vorzeitig beendet: Sein Bandencheck wurde mit einer Spieldauerstrafe geahndet. Einiges erinnerte an das Szenario des vergangenen Heimspiels gegen Kaufbeuren, als der Tabellenführer mit 0:7 unterging.

Bietigheim, das die Ausfälle von Max Prommersberger, Norman Hauner, Bastian Steingroß und Rene Schoofs verkraften musste, erarbeitete sich vor 2694 Zuschauern in der Ege Trans-Arena auch seine Torchancen, scheiterte aber wiederholt an Löwen-Keeper Marco Eisenhut. Im Powerplay fanden die Steelers dann zurück ins Spiel. Vier Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, als Marcus Sommerfeld nach Pass von Tyler McNeely endlich die Lücke entdeckte und auf 1:2 verkürzte.

Doch auch Dresden zeigte seine Qualitäten in Überzahl. Als Dominic Auger auf der Strafbank saß, stellte Alexander Müller in der 30. Minute auf 3:1 für die Sachsen. Die Schwaben offenbarten weiter eklatante Schwächen im Defensivverhalten und fingen sich in der 32. Minute einen weiteren Konter, den die Eislöwen durch Martin Davidek zum 4:1 abschlossen.

Bietigheim ließ sich nicht hängen und fand neuen Mut durch das 2:4, das Topscorer Matt McKnight in der 43. Minute erzielte. In Überzahl legte der Spitzenreiter nach und sorgte durch das 3:4 in der 49. Minute für Stimmung in der Arena. Als Torschütze durfte sich Dominic Auger feiern lassen. Damit nicht genug: Nur eine Minute später glückte McKnight der 4:4-Ausgleich.

Die kalte Dusche kam vier Minuten vor Schluss: Im Powerplay lag Dresden durch Davideks zweiten Treffer plötzlich wieder mit 5:4 vorne. Wenig später kassierte Auger eine umstrittene 10-Minuten-Disziplinarstrafe. Das Aufbäumen der Steelers in den Schlussminuten blieb ohne Ertrag.

Trainer Kevin Gaudet beklagte das Verletzungspech, bemängelte aber auch das Defensivverhalten seines Teams: „Solche Konter dürfen nicht passieren.“

von karl-heinz ullrich
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