Fußball-Oberliga
Freiberg/Bietigheim-Bissingen | 18. August 2017

Fehleranalyse soll Besserung bringen

Nach der verpatzten Saisonpremiere will der SGV Freiberg in der Fußball-Oberliga am heutigen Freitag um 19 Uhr unbedingt seine ersten Punkte holen. Der FSV 08 Bissingen baut bei der Heimpremiere auf seine Stärke am Bruchwald.

...und Bissingens Pascal Hemmerich. Fotos: Baumann
...und Bissingens Pascal Hemmerich. Fotos: Baumann

Ihre Rückkehr in die Oberliga haben sich die Freiberger ganz anders vorgestellt. Trotz Überlegenheit und einer schnellen 2:0-Führung kassierte der SGV gegen das U 23Team des SV Sandhausen noch eine 2:3-Heimniederlage. „Wir hoffen, dass wir beim Tabellenführer was Zählbares mitnehmen können. Ergebnistechnisch haben wir was gutzumachen. Aufgrund der guten ersten Halbzeit gegen Sandhausen werden wir dennoch selbstbewusst in das Spiel reingehen“, meinte Freibergs Coach Ramon Gehrmann.

Neckarsulm ist durch einen 4:0-Auswärtssieg beim SV Oberachern der erste Spitzenreiter der noch jungen Saison. Dabei genügte dem letztjährigen Tabellendritten eine Durchschnittsleistung für die drei Punkte. Gehrmann hat die komplette Partie seiner Freiberger gegen Sandhausen nochmals angeschaut und mit der Mannschaft analysiert. „So ein Spiel dürfen wir nicht verlieren. Der Hauptgrund für die Niederlage waren unsere zahlreich vergebenen Chancen. Aus den Fehlern müssen wir lernen“, betonte Gehrmann.

In ihrer zweiten Oberligarunde zählt Neckarsulm mit zum erweiterten Favoritenkreis, allerdings haben sie ihren Spielführer und Torjäger Martin Hess an den Verbandsligisten TSV Ilshofen verloren. Als Ersatz für ihn wurde Claudio Bellanave vom Regionalligaabsteiger FC Nöttingen verpflichtet. Mit Ouadie Barini, Pascal Hemmerich, Sebahattin Öztürk und Philipp Seybold tummeln sich beim Gegner vier ehemalige Freiberger Spieler.

„Sie haben Bissingen im Pokal in die Verlängerung gezwungen, das wird schwer für uns. Dennoch bin ich guten Mutes, dass wir mit mehr Effektivität was holen können“, sagte Gehrmann.

Bis auf die Langzeitverletzten Spetim Muzliukaj und Pascal Seil sind alle Mann an Bord. In den letzten Trainingseinheiten haben insbesondere die Spieler auf sich aufmerksam gemacht, die in der Auftaktpartie nicht im Kader standen. „Wir haben die Qual der Wahl“, erklärte der Übungsleiter, der aufgrund der bevorstehenden englischen Woche die eine oder andere Umstellung vornehmen möchte.

Mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg beim Karlsruher SC II sind die Nullachter hervorragend aus den Startlöchern gekommen. Nun wollen sie gegen den SSV Reutlingen am morgigen Samstag um 15.30 Uhr auf ihre Heimstärke am Bruchwald bauen.

Bei der Saisoneröffnung vertraute Bissingens Coach Andreas Lechner auf seine eingespielte Truppe, denn mit Anil Sarak stand nur ein Neuzugang in der Startelf. Beim SSV Reutlingen kam es in der Sommerpause zu einem größeren Umbruch. Einige Leistungsträger wie Daniel Schachtschneider, Daniel Seemann und Marc Golinski haben den Verein verlassen. Beim letztjährigen Kapitän und Co-Spielertrainer Andreas Mayer stehen die Zeichen auf Trennung. Der 36-jährige Routinier hat nach Differenzen seit Wochen nicht mehr am Trainingsbetrieb teilgenommen. Im Gegenzug wurden mit Marcel Avdic (SC Teutonia Watzenborn-Steinberg), Dirk Prediger (1. CfR Pforzheim) und Ex-Profi Manuel Fischer (FC Homburg) erfahrene Spieler geholt, die ihre Stärken vor allem in der Offensive haben. In ihrer Auftaktbegegnung trennten sie sich gegen den FV Ravensburg 1:1-Unentschieden.

Mächtig blamiert hat sich der SSV am Dienstag in der zweiten WFV-Pokalrunde. Durch eine 6:7-Niederlage nach Elfmeterschießen beim Landesligisten VfB Bössingen verabschiedete sich der WFV-Pokalsieger des Jahres 2015 früh aus dem Wettbewerb.

„Reutlingen wird auf Wiedergutmachung aus sein. Im Offensivbereich besitzen sie eine hohe Qualität. Da müssen wir auf der Hut sein“, meinte Lechner, der den morgigen Gegner in seinem ersten Punktspiel beobachtet hat. „Gegen Ravensburg sind sie früh draufgegangen, ich weiß nicht, ob sie das auch gegen uns tun. Wir haben jedenfalls genügend Möglichkeiten, um auf die Gegebenheiten zu reagieren“, betonte Lechner.

Der Coach sieht keinen Grund, seine Startformation aus dem KSC-Spiel zu ändern, plant aber, in den bevorstehenden zwei englischen Wochen immer wieder Umstellungen vorzunehmen, um die Kräfte zu schonen. Wieder zurück im Spielerkader ist Pierre Williams. Thanh Duc Ngo hat wieder mit leichtem Lauftraining begonnen und möchte nächste Woche wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Letztmalig fehlt der gesperrte Tim Reich.

von ansgare Gerhardt
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