WFV-Pokal
Freiberg | 25. April 2018

Freiberg hofft auf Sensation

Gegen den SSV Ulm 1846 will der klassentiefere SGV ins Finale des Verbandspokals einziehen

Hinter Denis Zagarias Einsatz steht noch ein kleines Fragezeichen.Foto: bm
Hinter Denis Zagarias Einsatz steht noch ein kleines Fragezeichen.Foto: bm

Nur noch ein Sieg trennt den SGV Freiberg vom erstmaligen Einzug in das WFV-Pokalfinale. Dazu muss der Fußball-Oberligist heute (17.30 Uhr) im heimischen Wasen-Stadion dem favorisierten Regionalligisten SSV Ulm 1846 ein Bein stellen.

Bereits vor drei Jahren standen die Freiberger dicht vor ihrem ersten Endspiel. In der Runde der letzten vier unterlagen die Wasenkicker damals dem späteren Pokalsieger und Ulmer Erzrivalen SSV Reutlingen zu Hause mit 2:3. Während der SGV im Viertelfinale beim Landesligisten SV Ebersbach/Fils mit 2:0 triumphierte, schalteten die Ulmer überraschend den Drittligisten VfR Aalen mit 6:3 nach Elfmeterschießen aus.

Zusammen mit Aalen sind die Ulmer mit jeweils sieben Pokalsiegen auch der Rekordgewinner. Allerdings liegt der letzte Pokalgewinn bereits 21 Jahre zurück. Die Ulmer schwimmen momentan auf einer Erfolgswelle und haben zuletzt nach sieben Punktspielen ohne Niederlage endgültig die Klasse gesichert. Im Hinblick auf das heutige Pokalspiel hat der zum Sommer scheidende Coach Tobias Fritsch bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Astoria Walldorf am Sonntag einige Stammspieler geschont.

Der SSV treibt nach drei Insolvenzen die Professionalität weiter voran und hat bereits als Nachfolger Holger Bachthaler verpflichtet, der zuletzt in der Nachwuchsakademie des österreichischen Meisters RB Salzburg gearbeitet hat. „Ulm ist ein schlafender Riese, es herrscht eine richtige Euphorie in der Stadt“, sagte Freiberg-Trainer Ramon Gehrmann. Den Gegner hat er im Videostudium ausreichend analysiert. „Sie bringen eine brutale Physis mit, sind extrem zweikampf- und kopfballstark. Ihre Schwachstellen muss man mit der Lupe suchen. Wir dürfen ihnen nicht ins offene Messer laufen und auf den Flügeln nicht viel Räume anbieten“, warnt Gehrmann.

Freiberg sorgt vor und übt bereits Elfmeterschießen

Vorsorglich hat er im Abschlusstraining Elfmeterschießen üben lassen. „Wir sind der Underdog und wollen die harte Nuss sein. Ein Sieg wäre die Sensation. Wir haben schon höherklassige Mannschaften eliminiert und damit bewiesen, dass wir für eine Überraschung gut sind“, so Gehrmann. Verzichten muss er heute auf Savino Marotta, Mert Öztürk, Niklas Pollex und Mert Tasdelen. Weiterhin angeschlagen ist Denis Zagaria, dennoch rechnet Gehrmann fest mit dem Einsatz des 24-jährigen Defensivspielers.

Im zweiten Halbfinale empfängt zeitgleich der Verbandsligist TSV Ilshofen den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach. Das Endspiel findet am Pfingstmontag (21. Mai) im Stuttgarter GAZI-Stadion statt.

Ansgar Gerhardt
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