Handball
Ludwigsburg | 02. Juni 2018

Mayerhoffer geht mit gutem Gefühl

Letzter Auftritt des Erfolgstrainers: Hartmut Mayerhoffer sitzt heute (18.30 Uhr) beim Handball-Spiel gegen die HBW Balingen-Weilstetten noch einmal auf der Trainerbank der SG BBM Bietigheim. Wohin es den zweifachen Aufstiegstrainer ziehen wird, verrät er nicht.

Antreiber an der Seitenlinie (oben links): Hartmut Mayerhoffer feiert als Trainer 2014 (unten links) und 2018 (oben rechts) den Aufstieg mit der SG. Neben seiner akribischen Arbeitsweise zeichnet ihn seine Emotionalität aus (unten rechts in Diskussion mit Robin Haller).Fotos: Baumann
Antreiber an der Seitenlinie (oben links): Hartmut Mayerhoffer feiert als Trainer 2014 (unten links) und 2018 (oben rechts) den Aufstieg mit der SG. Neben seiner akribischen Arbeitsweise zeichnet ihn seine Emotionalität aus (unten rechts in Diskussion mit Robin Haller).Fotos: Baumann
Antreiber an der Seitenlinie (oben links): Hartmut Mayerhoffer feiert als Trainer 2014 (unten links) und 2018 (oben rechts) den Aufstieg mit der SG. Neben seiner akribischen Arbeitsweise zeichnet ihn seine Emotionalität aus (unten rechts in Diskussion mit Robin Haller).Fotos: Baumann
Antreiber an der Seitenlinie (oben links): Hartmut Mayerhoffer feiert als Trainer 2014 (unten links) und 2018 (oben rechts) den Aufstieg mit der SG. Neben seiner akribischen Arbeitsweise zeichnet ihn seine Emotionalität aus (unten rechts in Diskussion mit Robin Haller).Fotos: Baumann
Antreiber an der Seitenlinie (oben links): Hartmut Mayerhoffer feiert als Trainer 2014 (unten links) und 2018 (oben rechts) den Aufstieg mit der SG. Neben seiner akribischen Arbeitsweise zeichnet ihn seine Emotionalität aus (unten rechts in Diskussion mit Robin Haller).Fotos: Baumann
Antreiber an der Seitenlinie (oben links): Hartmut Mayerhoffer feiert als Trainer 2014 (unten links) und 2018 (oben rechts) den Aufstieg mit der SG. Neben seiner akribischen Arbeitsweise zeichnet ihn seine Emotionalität aus (unten rechts in Diskussion mit Robin Haller).Fotos: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Den Aufstieg haben die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim ausgiebig gefeiert, nun vor dem letzten Saisonspiel gegen die HBW Balingen-Weilstetten (heute 18.30 Uhr/ Ege Trans-Arena) macht sich Wehmut breit. Für Erfolgstrainer Hartmut Mayerhoffer ist es nach fünf Jahren bei der SG der letzte Auftritt. Bereits im November hatte er angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern, lange bevor die Rückkehr in die Bundesliga feststand. Durch den sportlichen Erfolg trennen sich die Wege im Guten. Doch das macht den Abschied umso schwerer. „Ich glaube, es wird ganz extrem emotional, auch mit Tränen beim einen oder anderen“, sagt Spieler Robin Haller, der schon seit 2006 in Bietigheim spielt und die komplette Amtszeit Mayerhoffers als Akteur erlebt hat – inklusive zahlreicher Diskussionen. „Ich bin sicher kein einfacher Spieler. Aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft“, gesteht Haller ein. „Wir haben in den vergangenen Wochen viel Zeit miteinander verbracht. Durch die ganze Feierei ist über den Abschied aber wenig nachgedacht und gesprochen worden.“

Auch Mayerhoffer selbst ist noch nicht in Abschiedsstimmung. „Stand jetzt ist es so, wie es immer ist. Ich bin im Hamsterrad der Saison, der normale Ablauf“, sagte er gestern, fügte aber hinzu: „Morgen in der Halle wird es dann sicher anders sein.“

Mayerhoffer übernahm die SG im Sommer 2013 als Nachfolger von Jochen Zürn. Gleich in der ersten Saison schaffte er überraschend den ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte. Doch mit den Anforderungen der Eliteklasse war Bietigheim überfordert. Der Sprung ins Oberhaus kam zu früh. Sang- und klanglos ging es zurück in die zweite Liga. Auch dort geriet das Team in der Hinrunde in den Abstiegsstrudel. „Das war die schwierigste Phase. Das war eine Herausforderung, auch für mich“, blickt der Coach zurück.

Trainer, Mannschaft und Verein behielten die Ruhe und schafften die Wende. Der Lohn: Mayerhoffer führte die SG in der laufenden Saison wieder zurück in die höchste Spielklasse. Dementsprechend positiv fällt auch das Fazit des 48-Jährigen aus. „Einfach nur fantastisch. Ein anderes Wort kann das nicht beschreiben“, schwärmt er von seiner Zeit in Bietigheim. „Es war aus sportlicher Sicht super erfolgreich. Auch im persönlichen Bereich habe ich wahnsinnig viele nette Menschen kennengelernt.“

Mit einem guten Gefühl blickt auch Bastian Spahlinger auf Mayerhoffers Engagement bei der SG zurück. „Die Emotionen und die Akribie waren bei ihm immer da. In jeder Trainingseinheit wurden 120 Prozent gegeben“, berichtet der Geschäftsführer, der auch persönlich von Mayerhoffer profitierte. „In Erinnerung bleibt auf jeden Fall, dass auch ich viel von ihm gelernt habe, gerade, was das Handballerische angeht. Er ist ein echter Fachmann.“

Welchem Team Mayerhoffer mit seinem Wissen in Zukunft helfen wird, steht laut eigener Aussage noch nicht fest. „Das ist noch vollkommen offen. Ich bin in Gesprächen.“ Schon seit er bekannt gab, in Bietigheim nicht zu verlängern, hält er seine Zukunftspläne sehr bedeckt.

Möglich erscheint ein Wechsel zum Lokalrivalen TVB Stuttgart (Bundesliga), der am Sonntag seinen neuen Trainer auf einer Pressekonferenz vorstellen will. Auch die Zukunft von Trainer Rolf Brack beim Traditionsverein Frisch Auf Göppingen ist noch unsicher. Sportlich hat das Spiel morgen gegen Balingen-Weilstetten keine Relevanz. Bietigheim hatte bereits vor vier Wochen den Aufstieg in die Bundesliga klargemacht, die Gäste stehen auf Rang fünf im Niemandsland.

Neben Mayerhoffer werden die Leistungsträger Gerdas Babarskas (Chambery/ Französische Liga) und Paco Barthe (Bidasoa Irun/Spanische Liga) verabschiedet. Nach dem Spiel gibt es laut Spahlinger auf dem Vorplatz der Ege Trans-Arena ein gemütliches Saisonabschlussfest mit Freibier und einigen Freigetränken.

Marco Jaisle
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