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Bietigheim-Bissingen | 23. April 2018

Perfektes Wochenende für das Albertsen-Team

Hitzeschlacht gewonnen, Vorsprung auf Platz drei vergrößert: Die Bundesliga-Handballerinnen der SG BBM Bietigheim ließen der HSG Bensheim-Auerbach beim 32:25 keine Chance, gleichzeitig unterlag Verfolger Buxtehude beim Spitzenreiter Thüringer HC 21:35.

Freie Bahn: Karolina Kudlacz-Gloc (links Julia Maidhof) steuert acht Treffer zum Bietigheimer Erfolg gegen Bensheim bei.Foto: Baumann
Freie Bahn: Karolina Kudlacz-Gloc (links Julia Maidhof) steuert acht Treffer zum Bietigheimer Erfolg gegen Bensheim bei.Foto: Baumann

Bietigheim (35:9) braucht aus den letzten vier Spielen zwei Siege, um den wichtigen zweiten Platz vor Buxtehude (30:14) sichern.

Die 739 Fans dürften es nicht bereut haben, sich für Handball und gegen Grillen oder Biergarten entschieden zu haben. Es dauerte zehn Minuten, bis die SG ihren Rhythmus gefunden hatte. Nach dem 4:4 zogen die Gastgeberinnen das Tempo aber an. Fie Woller gab mit zwei erfolgreichen Gegenstößen das Startsignal. Karolina Kudlacz-Gloc war ebenfalls per Konter erfolgreich, Anna Loerper und Cecilie Woller erhöhten auf 9:4.

BBM-Trainer Martin Albertsen wollte diesen „Flow“ weiter nutzen und ließ seine „erste Sechs“ bis zur 21. Minute durchspielen. Dann kamen die frühere Bensheimerin Antje Lauenroth für Luisa Schulze an den Kreis und Ines Ivancok ersetzte Cecilie Woller im Rückraum. Die SG dominierte das Geschehen weiterhin. In der 27. Minute wurde besonders laut gejubelt. Die für Mille Hundahl eingewechselte 16-jährige Ann Kynast sorgte per Tempogegenstoß beim 15:7 für den ersten 8-Tore-Vorsprung.

Beim Wechsel lag Bietigheim 17:10 vorn. Ein Ergebnis, mit dem auch die ohne ihre Top-Torjägerin Carolin Schmele angereisten „Flames“ offensichtlich gut leben konnten. Die holländische Vizeweltmeisterin Sanne Hoekstra führte vor Beginn der zweiten Halbzeit vor der HSG-Bank noch ein Tänzchen auf.

Beschwingt startete auch die SG in den zweiten Durchgang. Martin Albertsen hatte die Rotationsmaschine angeworfen und sein Team auf mehreren Positionen umgestellt. Unter anderem kamen die zuletzt wenig eingesetzten Tess Wester und Martine Smeets aufs Feld. Beide wirkten sehr motiviert.

Zusammen mit der spielfreudigen Karolina Kudlacz-Gloc waren sie maßgeblich daran beteiligt, dass Bietigheim seinen Vorsprung ausbauen konnte. Linksaußen Smeets servierte „Karo“ beim 22:13 den Ball per Kempa-Pass. Auch umgekehrt funktionierte der sehenswerte Trick: Beim 24:16 startete Smeets nach einem hohen Zuspiel der Polin zur Flugnummer. Die rechte Angriffsseite wollte da nicht nachstehen: Auf Zuspiel von Anna Loerper vollendet Mille Hundahl per „Kempa“ zum 27:16.

Patorra führt sich gut ein

An weiteren Highlights war kein Mangel. Mit Leonie Patorra kam eine weitere 16-Jährige ins BBM-Spiel und führte sich gleich mit einem Tor ein. Tess Wester meisterte zwei Siebenmeter, gewann unter anderem das Oranje-Duell mit Sarah van Gulik, die auf insgesamt fünf Treffer kam und mit Bogna Sobiech (5) beste Bensheimerin war.

Beim 29:17 war Bietigheims Vorsprung auf zwölf Tore angewachsen. In den letzten zehn Minuten ließ die SG es ruhiger angehen, so dass die „Flames“ bis zum 32:25 noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. (joh)

SG: Salamakha, Wester; Biltoft, Lauenroth (1), Kynast (1), Smeets (4), Ivancok (2), C. Woller (1), Schulze (2), Kudlacz-Gloc (8/1), Hundahl (4), Loerper (5/3), F. Woller (3), Patorra (1).

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