Handball-Bundesliga
Ludwigsburg | 08. Februar 2018

SG siegt im schwäbischen Krimi

Die SG BBM Bietigheim hat ihren schwäbischen Konkurrenten niedergerungen. In einem hochklassigen Derby besiegten die Bietigheimer Handballerinnen Bundesliga-Konkurrent Metzingen mit 26:25.

Entschlossen: Bietigheims Karolina Gudlacz-Gloc (blau) trifft für die SG.Foto: Baumann
Entschlossen: Bietigheims Karolina Gudlacz-Gloc (blau) trifft für die SG.Foto: Baumann

Eine Minute vor dem Ende des schwäbischen Derbys traf Karolina Kudlacz-Gloc zum 26:24 für die SG BBM Bietigheim. Zwar kam Maren Weigel für die TuS Metzingen noch zum 26:25-Anschluss, doch der Vorsprung reichte für Bietigheims Sieg im Spitzenspiel. Zuvor sahen die 1657 Zuschauer in der MHP-Arena – Bietigheimer Rekordkulisse beim Frauenhandball in der Bundesliga – ein packendes Duell. „Ich war geschockt vom Beginn. Von unserem Schluss bin ich begeistert, da haben wir clever gespielt“, sagte SG-Trainer Martin Albertsen und bezeichnete die Leistung von Torfrau Valentyna Salamakha als spielentscheidend.

Nervöser Beginn, spannender Verlauf

Die SG startete nervös, schloss mehrfach überhastet ab und warf einige Bälle zum Gegner. Auch Nationalspielerin Anne Loerper war die Aufregung zu Beginn anzumerken. Ihrem Fehlpass folgte in der sechsten Minute das 5:1 für Metzingen durch Marlene Zapf. Loerper war erst vor einigen Tagen von Metzingen nach Bietigheim gewechselt. Zuvor hatte die ehemalige Bietigheimerin Julia Behnke zweimal für die TuSsies getroffen. SG-Trainer Martin Albertsen reagierte mit einer Auszeit.

Was Albertsen ansprach, fruchtete: Mit einer 5:0-Serie, darunter vier Tore durch Karolina Kudlacz-Gloc, drehte Bietigheim das Spiel innerhalb von knapp sechs Minuten zum 6:5. Auch Loerper war nun in der Partie. Einen Siebenmeter wuchtete sie flach zum 7:6 ins Gästetor. In der Folge entwickelte sich ein packender Kampf. Die Bietigheimerinnen legten vor, Metzingen glich aus. In diesem Rhythmus ging es bis zur Pause (12:12). Dabei parierte Salamakha im Bietigheimer Tor viermal und auch Isabell Roch, die bis zum Sommer im Ellental aktiv war, glänzte.

In der Halbzeit verkündete die SG die Vertragsverlängerung von Fie Woller bis 2019. Und Woller war es auch, die mit dem 13:12 die zweite Spielhälfte eröffnete. Und es blieb spannend. Zweimal ging die SG mit zwei Toren in Führung, zweimal gelang Metzingen der Ausgleich (17:17, 42. Minute). Im dritten Versuch klappte es. Bis zur 51. Minute baute die SG den Vorsprung bis auf vier Tore aus. Charris Rozemalen erzielte mit ihrem achten Treffer das 22:18. Die Metzingerinnen gaben sich trotzdem nicht geschlagen und kämpften sich bis auf 22:21 zurück (54.). Damit war zur Schlussphase alles offen.

SG: Salamakha; Wester; Bilthoft, Rozemalen (9), Lauenroth (1), Smeets, Ivancok, Schulze, Kudlazcz-Gloc (8), Hundahl (1), Loerper (6/3), Woller (1).

Marco Jaisle
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