DHB-Pokal
Kornwestheim | 20. August 2018

SVK unterliegt dem Favoriten

Gummersbach ist im DHB-Pokal nicht zu schlagen – Coburg schlägt Kornwestheim

Schweres Durchkommen für den Kornwestheimer Hendrik Schoeneck (rechts) gegen Marcel Timm.Foto: Baumann
Schweres Durchkommen für den Kornwestheimer Hendrik Schoeneck (rechts) gegen Marcel Timm.Foto: Baumann

Keine Chance für die Außenseiter: Am Samstag unterliegt Handball-Drittligist SV Kornwestheim im DHB-Pokal gegen den eine Klasse höher spielenden HSC Coburg mit 27:35. Tags darauf schlägt Bundesliga-Urgestein VfL Gummersbach, das am Samstag dem Drittligisten SG Leutershausen keine Chance gelassen hatte, die Coburger mit 27:23 und zieht damit ins Achtelfinale des Pokals ein.

„Emotional, kampfstark, leidenschaftlich, taktisch clever“ – so hatte SVK-Coach Alexander Schurr seiner Mannschaft gegen den HSC Coburg erwartet. Gerade in der Anfangsphase überzeugte der Drittligist auch mit diesen Tugenden. Bis zum Spielstand von 8:10 im ersten Durchgang hielt der Außenseiter das Spiel ausgeglichen, auch dank einer bissigen Verteidigung und schnellem Spiel nach vorne. Sichtlich entnervt war der Coburger Rückraumspieler Pontus Zettermann, nachdem er wiederholt in der giftigen SVK-Defensive hängenblieb. Auf der anderen Seite verhinderte der ehemalige Keeper der SG BBM Bietigheim, Jan Kulhanek, dass die Gastgeber noch näher herankommen konnten.

Dann zeigte sich aber langsam die individuelle Klasse der Coburger. Zwei Treffer von Florian Billek, der am Ende mit acht Treffern der beste Werfer der Partie war, ließen die Gästeführung auf 14:9 anwachsen. Doch Kornwestheim steckte nicht auf, die Partie wurde dafür hitziger. Sowohl Schurr als auch sein Trainer-Pendant Jan Gorr wurden für Lamentieren mit Gelben Karten bestraft. Nach einem Siebenmeter von SVK-Rechtsaußen Tim Scholz stand es kurz vor der Pause nur noch 13:16, ehe Marcel Timm auf die 17:13-Halbzeitführung der Gäste stellte. „Wir konnten phasenweise das Spiel offenhalten“, resümierte Schurr besonders mit Blick auf die erste Hälfte.

Im zweiten Durchgang musste sein Team aber etwas federn lassen: „Da haben wir dann zu wenig Tore aus den Abschlüssen herausgeholt“, analysierte Schurr. Er sah, wie die Coburger Stück für Stück davonzogen. Früh war klar, dass die erhoffte Sensation ausbleiben wird. Bis auf 31:20 zogen die Gäste sogar davon. „Wir konnten am Ende nicht mehr dagegenhalten“, musste auch Schurr zugeben. Gerade in der zweiten Hälfte habe man die „individuelle Klasse“ der Coburger, so Schurr, deutlich bemerkt.

Beachtlich dennoch die Einstellung der Kornwestheimer. Angeführt vom besten SVK-Werfer des Tages, Kreisläufer Julius Emrich mit sechs Toren, verkürzten sie den Rückstand bis zur Schlusssirene auf acht Tore. „Das ist auch in der Höhe verdient“, lautete das nüchterne Fazit von Schurr.

Sein Team bekam auch vom Gästetrainer lobende Worte: „Es war das, was wir erwartet haben: ein Spiel mit vielen Emotionen und Leidenschaft. Das ist brandgefährlich, wir sind froh, dass wir die Ruhe bewahrt haben“, so der 40-jährige Coburg-Trainer Gorr zufrieden.

Philipp Böhl
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