Handball-Landesliga
Ludwigsburg | 14. September 2018

Schaudt zurück in der Käsberghalle

Mit dem TV Mundelsheim, dem TSV Bönnigheim, den TSF Ditzingen und dem TV Großbottwar gehen in dieser Saison vier Teams aus dem Kreis Ludwigsburg in der Handball-Landesliga an den Start – mit unterschiedlichen Zielen.

Zurück in Mundelsheim: Trainer Dominic Schaudt.Foto: Baumann
Zurück in Mundelsheim: Trainer Dominic Schaudt.Foto: Baumann

„Es war alles noch dort, wo es hingehört“, lacht Dominic Schaudt. Mit Unterbrechung war er bereits neun Jahre Trainer des TV Mundelsheim. Zweimal feierte er in der Käsberghalle den Aufstieg in die Württemberg-Liga. Nun ist der 49-Jährige zurück an alter Wirkungsstätte und übernimmt für ein weiteres Jahr die Verantwortung für das Team des Handball-Landesligisten.

Geplant war das nicht. „Ich wollte definitiv aufhören“, erklärt Schaudt. Zuletzt coachte er die Frauen des TV Möglingen in der 3. Liga. Da war der Aufwand zu groß. Er verkündete sein Karriereende. Zeitgleich gerieten die Mundelsheimer in Not, wie Schaudt berichtet. Der TVM habe Schwierigkeiten gehabt, einen neuen Trainer zu finden. Der Verein hatte bereits zur Winterpause die Trennung von Jörg Haug bekannt gegeben – trotz damaliger Tabellenführung. Am Ende wurde Mundelsheim Vierter. Also kam Schaudt ins Spiel. Spieler Andreas Bender stellte den Kontakt her und hatte Erfolg. Schaudt betont: „Das war wirklich dem Verein zuliebe, weil da so eine lange Verbundenheit vorhanden ist. Das könnte ich mir für keinen anderen Verein vorstellen.“

Nun will er mit seinen Mundelsheimern erneut eine gute Rolle spielen, wenn es am 22. September mit dem Spiel bei der HSG Sulz-Murr losgeht: „Ich würde schon sagen, dass wir oben mitspielen wollen. Aber um aufzusteigen, gehört auch ein Quäntchen Glück dazu.“

Neu dabei sind Hans Hermann (Neuhausen/Fildern), Dominik Salles (SG Schozach-Botwartal II), Lukas Hochschwimmer, Hagen Schnetzer (beide TV Bittenfeld II), Christian Kümmerlen (A-Jugend JSG Habo), Till-Bastian Malicki (eigene Jugend/2. Mannschaft), Andre Schmidt, Tim Helber (beide 2. Mannschaft).

Bereits am Wochenende geht es für die übrigen drei Kreisvertreter zur Sache. Dem Absteiger TSF Ditzingen trauen viele die direkte Rückkehr in die Württemberg-Liga zu. „Ich sehe das relativ nüchtern. Wir haben in zwei Jahren mehrere Stammspieler verloren. Vom Aufstieg zu sprechen, wäre vermessen“, stellt Trainer Jörg Kaaden klar. Frank Eisenhardt zieht es zum Drittligisten TSB Horkheim. Auch Hannes Eisele (SKV Oberstenfeld), Marcus Haselbauer (pausiert), Simon Cipa (pausiert) und Yannick Herleth (SG Leonberg-Eltingen) stehen nicht mehr zur Verfügung.

Dafür kommen mit Alexander Nicolai (Asperg), Max Remmler (SV Kornwest- heim II), Robin Kistler (Oßweil), Yannick Hüther (Marbach-Rielingshausen), Yannik Siegmund (Feuerbach) und Johannes Franz (eigene Jugend) einige junge, aber unerfahrene Akteure nach Ditzingen. Doch Kaaden hat keine Bedenken: „Alle drei waren absolute Spitzenspieler in ihrer Liga, so dass ich da wenig Probleme sehe.“ Mit der SG Schorndorf wartet am Sonntag um 18 Uhr gleich ein starker Gegner.

Punkte für den Klassenverbleib

Für die Bönnigheimer wird es darum gehen, eine konstante Saison zu spielen, wie Trainer Sven Kaiser erklärt. „Wir haben das Potenzial. Wir sehen uns aufgrund der vergangenen Saison aber erstmal in der Pflicht, Punkte für den Klassenverbleib zu sammeln.“ Nach gutem Start geriet der TSV zwischenzeitlich sogar in Abstiegsgefahr. Im Tor ist Heiko Nicht neu in Bönnigheim. Er kam aus Lauffen und soll Keeper Mario Schulz ersetzen. Zudem stoßen einige junge Talente zum Team. „Die Vorbereitung lief sehr gut. Ich bin sehr zufrieden, wie die Spieler mitziehen“, sagt Kaiser vor dem Auftakt am Samstag um 20.15 Uhr gegen den TV Oeffingen.

Auch den TV Großbottwar plagten zeitweise Abstiegssorgen. „Das Ziel ist, uns mindestens im gesicherten Mittelfeld, eher im oberen Drittel, zu bewegen. Es wäre falsch, nur den Klassenverbleib auszugeben. Wir müssen uns weiterentwickeln“, sagt Co-Trainer Jürgen Sommer. Der Verein profitiert von der guten Jugendarbeit. Die A-Jugend der Spielgemeinschaft Habo (Großbottwar, Oberstenfeld, Steinheim, Kleinbottwar) spielt in der Bundesliga. Entsprechend viele Talente rücken auf, unter anderem Alexander Schäfer, der kleine Bruder des Bietigheimer Bundesliga-Spielers Christian Schäfer. Einig sind sich alle vier Trainer in der Favoritenfrage und nennen die SG Weinstadt. Prüfen darf die Stärke des Meisterschaftskandidaten zuerst der TVG, gleich morgen um 20 Uhr in eigener Halle.

Marco Jaisle
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