Handball
Göppingen | 30. Juni 2018

Wiedersehen in Göppingen

Ehemaliger Erfolgscoach Bietigheims heuert bei Traditionsclub an

Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat Hartmut Mayerhoffer als neuen Trainer verpflichtet. Der 48-Jährige wird nach Zustimmung des Aufsichtsrats Nachfolger von Rolf Brack, wie der Verein gestern mitteilte.

Der ehemalige Zweitligaspieler hat bislang vor allem Erfahrung in der zweiten und dritten Liga gesammelt und war zuletzt beim Zweitligisten SG BBM Bietigheim tätig, den er zum zweiten Mal in die Bundesliga führte. „Besonders angetan sind wir von seinem Handballkonzept, der Art Handball spielen zu lassen und seiner gleichermaßen motivierten und sympathischen Ausstrahlung“, sagte Göppingens Geschäftsführer Gerd Hofele. Mayerhoffer zeichnet Tempohandball mit schnellem Umschaltspiel aus.

Von Brack hatte sich Göppingen Anfang Juni nach nur etwas mehr als acht Monaten getrennt. Der Coach hatte die Mannschaft nach einem schwachen Saisonstart erst Ende September als Nachfolger von Magnus Andersson übernommen.

Enttäuschende Saison

Die Bundesliga-Saison beendeten die Schwaben aber nur auf dem zehnten Platz. Zudem scheiterten sie beim Versuch, im EHF-Pokal den dritten Titel in Serie zu feiern. Beim Final Four in Magdeburg belegten sie Mitte Mai den vierten und letzten Platz und spielen in der kommenden Saison nicht mehr im Europapokal.

Mayerhoffer war von 2013 bis zuletzt erfolgreich bei der SG tätig. Gleich in seiner ersten Saison führte er die Bietigheimer in die Bundesliga, stieg dann aber chancenlos wieder ab. In der vergangenen Saison schaffte er mit Bietigheim überraschend erneut den Aufstieg.

Bereits Wochen vor Saisonende kündigte er an, seinen Vertrag an der Enz nicht zu verlängern. Entsprechend emotional war sein Abschied.

Nun wird es in der kommenden Bundesliga-Saison ein Wiedersehen mit seinem Ex-Arbeitgeber geben. In Göppingen wartet auf Mayerhoffer eine Menge Arbeit. Der Traditionsclub gilt als schwieriges Arbeitsumfeld. Die Erwartungshaltung ist hoch, doch die großen Erfolge auf nationaler Ebene liegen lange zurück.

Zuletzt gewann Frisch Auf 2011, 2012, 2016 und 2017 den EHF-Pokal. Der letzte deutsche Meistertitel gelang 1972. (dpa)

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