Tischtennis
Ludwigsburg | 18. April 2018

Hängende Köpfe beim TTC

Den Drittliga-Frauen aus Bietigheim-Bissingen droht nach starkem Saisonstart der Abstieg

Am vorletzten Spieltag wusste nur Yasmin Dietrich im Trikot des TTC Bietigheim-Bissingen zu überzeugen. Foto: Baumann
Am vorletzten Spieltag wusste nur Yasmin Dietrich im Trikot des TTC Bietigheim-Bissingen zu überzeugen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Tischtennis-Frauen des TTC Bietigheim-Bissingen haben im „Abstiegsendspiel“ bei der TTG Süßen ein 5:5-Unentschieden erspielt. Dieses Ergebnis dürfte kaum für den Verbleib in der 3. Liga ausreichen. Durchweg hängende Köpfe gab es aufseiten der Spielerinnen und Verantwortlichen nach dem Spiel. „Jetzt hilft uns nur noch ein Wunder“, zeigt sich TTC-Coach Andreas Kienle konsterniert. „Wir haben den Klassenerhalt nicht heute verspielt, sondern in der gesamten Runde“, so Kienle.

Aufgrund des Sieges der Filstälerinnen gegen die DJK Kolbermoor standen die Bietigheimerinnen unter enormen Erfolgsdruck, denn nur ein Sieg konnte ihnen im Kampf gegen den Abstieg weiterhelfen. Entsprechend nervös ging das TTC-Quartett ins Spiel. Annett Kaufmann/Yasmin Dietrich unterlagen, am Nebentisch setzten sich Hong Chen/Alexandra Kaufmann gerade so in fünf Sätzen zum 1:1-Ausgleich durch. Annett Kaufmann musste sich unerwartet zum 3:3-Halbzeitstand geschlagen geben.

Nach dem Duell der Spitzenspielerinnen stand es 4:4, so lag nun der gesamte Druck auf dem hinteren TTC-Paarkreuz. Dietrich fuhr durch einen 3:1-Sieg ihren zweiten Einzelsieg ein, doch Annett Kaufmann unterlag glatt in drei Sätzen zum 5:5-Unentschieden. „Man darf einer Elfjährigen keinen Vorwurf machen, wenn sie in so einem Moment nicht die Nerven hat. Es ist sehr schade, da sie es von ihren Möglichkeiten draufgehabt hätte“ resümiert TTC-Betreuer Florian Grünenwald die Auftritte seines Schützlings.

Mit 12:22-Punkten stehen die TTC-Damen einen Spieltag vor Schluss auf dem neunten Tabellenplatz mit zwei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den aktuell der TSV Schwabhausen II einnimmt. Am letzten Spieltag in zwei Wochen treffen die Bietigheimerinnen in der Untermberger Sporthalle auf den Tabellenführer und Meister aus Neckarsulm. „Realistisch gesehen ist das eine Nummer zu groß für uns, auch wenn wir das Hinspiel nur knapp mit 4:6 verloren haben. Wir brauchen einen absoluten Sahnetag, während Neckarsulm eher einen Gebrauchten haben darf. Die Chancen sind leider minimal“, blickt Kienle voraus.

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