Ringen
Ludwigsburg | 31. August 2017

Ringen mit neuen Kämpfern, neuen Klassen, neuen Zielen

In den württembergischen Ringerligen fällt am Wochenende der Startschuss – RSV Benningen empfängt zum Auftakt ASV Nendingen – KVA Remseck verstärkt sich

Am Samstag fällt in den württembergischen Ringerligen der Startschuss für die neue Saison. In drei unterschiedlichen Ligen wollen sich der RSV Benningen, der KSV Neckarweihingen und der KVA Remseck behaupten.

In der Oberliga Württemberg empfängt der RSV Benningen am Samstag zum Auftakt den ASV Nendingen (20.00 Uhr, Gemeindehalle). „Die Oberliga ist in diesem Jahr sehr stark besetzt, wobei die Favoritenrolle eindeutig beim ASV Schorndorf liegen dürfte. Wir wollen unseren Zuschauern tolle Kämpfe bieten und nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt der neue RSV-Vorsitzende Marc Heinrich. „Die Vorbereitung ist sehr gut verlaufen. Der Gewinn des WRV-Pokals hat den Jungs einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben“, fiebert Heinrich dem Saisonauftakt entgegen.

In der Oberliga treffen die Benninger auf den ASV Nendingen, die KG Fachsenfeld/Dewangen, die KG Baienfurt/Ravensburg, die SG Weilimdorf, den ASV Schorndorf, den TSV Ehningen und den Mit-Aufsteiger SV Ebersbach. Neu im Oberliga-Team der Benninger ist der aus dem Kosovo stammende Freistil-Spezialist Kastriot Sedolli. Der 27-jährige Neuzugang ging zuletzt für den Landesligisten KVA Remseck auf die Matte und kämpfte davor einige Jahre mit viel Erfolg für den diesjährigen Liga-Konkurrenten SG Weilimdorf.

Ebenfalls neu im RSV-Team ist Krzysztof Banczyk, der auf Empfehlung des Benninger Spitzenringers Arkadiusz Gucik an den Neckar gewechselt ist. Der 23-jährige Deutsch-Pole kämpfte im Vorjahr für den RV Thalheim in der 2. Bundesliga und wird für den RSV im griechisch-römischen Stil auf die Matte gehen. „Wichtig ist, dass mit Philipp Reichert, Henry Kluge, Marcel Flick, André Flick und Fabio Sax gleich fünf Eigengewächse zum Stamm zählen. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Trainer Jens Barth, der selbst nur noch im Notfall auf die Matte gehen wird.

Verlassen können sich die RSV-Verantwortlichen auch in dieser Saison auf die beiden Punktegaranten Arkadiusz Gucik und Maciej Balawender, die dem Verein trotz einiger Angebote weiterhin die Treue halten.

In der Verbandsliga Württemberg strebt der KSV Neckarweihingen einen Platz im vorderen Mittelfeld an. Die KSV-Riege mit Routinier Safet Ferad trifft am Samstag auf den AV Hardt (19.30 Uhr, Friedrich-Keller-Schule). Weitere Gegner des Teams um das Trainerduo Tim Schmidt und Edgar Thomas sind TSV Herbrechtingen (Absteiger aus der Oberliga), SV Dürbheim, SC Korb, TSG Nattheim, TSV Musberg (Aufsteiger) und SV Fellbach (Aufsteiger). „Das wird eine ausgeglichene Saison, wobei ich die beiden Aufsteiger TSV Musberg und SV Fellbach ganz vorne sehe. Beide haben sich gut verstärkt“, lautet die Einschätzung von KSV-Coach Tim Schmidt.

Auch im KSV-Lager gibt es einige neue Gesichter, wobei man sich von Beat Schaible (kommt vom TSV Meimsheim) und Alexander Jakob (kommt vom VfL Neckargartach) einige Punkte erhofft. Beide zählen auf Landesebene im Nachwuchsbereich zu den Topathleten und konnten auch schon bei nationalen Titelkämpfen Medaillengewinne feiern.

Große Hoffnungen setzt das KSV-Trainerduo auf den routinierten Bulgaren Ivaylo Hadzhiev, der zuletzt für den hessischen Oberligisten TSV Gailbach auf die Matte ging. Dem KSV nicht mehr zur Verfügung steht hingegen der langjährige Leistungsträger Philipp Bühler, der sich dem Regionalliga-Aufsteiger AV Sulgen angeschlossen hat.

Auch der KVA Remseck startet in der Landesliga Württemberg am Samstag in die neue Saison. Gegen den Aufsteiger KG Stuttgart/Holzgerlingen (19.30 Uhr, Gemeindehalle) möchten die KVA-Ringer zum Auftakt punkten. Neu in Remseck ist der langjährige Benninger Felix Hagenbruch (98/130 Kilogramm). Der Freistil-Spezialist kämpfte zuletzt für den Verbandsligisten SC Korb und zählte dort zu den besten Punktesammlern.

Info: Ab sofort wird in den folgenden Gewichtsklassen gekämpft – 57 kg (Freistil), 130 kg (Griechisch-römisch), 61 kg (Griechisch-römisch), 98 kg (Freistil), 66 kg (Freistil), 86 kg (Griechisch-römisch), 71 kg (Griechisch-römisch), 80 kg (Freistil), 75 kgA (Freistil), 75 kgB (Griechisch-römisch). In der Rückrunde werden die Stilarten getauscht.

von hans-Michael Raiser
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