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Corona

Basketball-Bundesliga: Chef der MHP-Riesen Ludwigsburg fordert weitere Corona-Hilfen

Alexander Reil appelliert an Politik, Profivereine nicht aus den Augen zu verlieren – Sinkende Zuschauerzahlen durch Corona-Lage

Alexander Reil. Foto: Baumann
Alexander Reil. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Angesichts der ab Mittwoch in Baden-Württemberg geltenden Corona-Alarmstufe hat der Vorsitzende der MHP-Riesen Ludwigsburg weitere Staatshilfen für Profisportvereine gefordert: „Wir stellen uns alle darauf ein, dass eher weniger als mehr Zuschauer kommen werden und müssen unsere Planungen im Rahmen der Möglichkeiten anpassen. Das wird aber für viele Clubs nicht mehr möglich sein“, sagte Alexander Reil, der als Ligapräsident auch die Interessen der Basketball-Bundesliga-Clubs vertritt, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Deswegen lautet mein Appell and an die Politik: Wir müssen konkret über eine Verlängerung und Aufstockung der Corona-Hilfen sprechen.“

Durch die ab Mittwoch im Land geltende Alarmstufe haben nur noch geimpfte und genesene Zuschauer Zutritt zu Sportveranstaltungen. „Man hat ja feststellen können, dass viele nicht mehr gekommen sind, aus unterschiedlichen Gründen aber sicher haben Ängste, Befürchtungen und fehlender Komfort durch die Maske eine Rolle gespielt. Die Entwicklung, die wir jetzt haben, führt zu einer weiteren Verunsicherung und Verschärfung“, sagte Reil und betonte: „Ich kritisiere nicht die Maßnahmen. Wir müssen schließlich etwas tun.“

Für einen wirtschaftlich lohnenswerten Betrieb der Arena braucht es laut Reil mindestens 2500 Zuschauer, beim letzten Heimspiel gegen Chemnitz waren 2294 Zuschauer anwesend. Vor der Coronakrise war die Halle bei Basketball-Spielen in der Regel mit über 3500 Zuschauern ausgelastet. „Für die Lizenzierung musste mit höchstens 50Prozent Auslastung geplant werden. Jetzt habe ich die Befürchtung, dass wir nicht einmal das erreichen. Und das gilt für alle Clubs, nicht nur für die Riesen“, blickte Reil voraus und stellte klar: „Impfen ist die einzige Chance, nachhaltig aus dieser Situation wieder herauszukommen. Impfen ist keine individuelle Entscheidung, es geht um gesellschaftliche Verantwortung.“ (jai)