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Die MHP-Riesen spielen heute Abend erstmals seit zwei Jahren wieder Champions League

Die MHP-Riesen spielen heute Abend erstmals seit zwei Jahren wieder Champions League

Suchen ihre Topform: Die Riesen um Jonah Radebaugh (links) und Lukas Herzog. Foto: Gunnar Rübenach
Suchen ihre Topform: Die Riesen um Jonah Radebaugh (links) und Lukas Herzog. Foto: Gunnar Rübenach

Ludwigsburg. Die MHP-Riesen Ludwigsburg treffen heute im ersten Champions-League-Spiel der Saison auf Dinamo Sassari (20 Uhr/DAZN). Es ist die Rückkehr auf das internationale Parkett in der MHP-Arena, nachdem die Riesen zuletzt zwei Jahre nicht am europäischen Wettbewerb teilnahmen. Große Euphorie kommt in Ludwigsburg nach Niederlagen gegen Crailsheim (63:65) und Heidelberg (67:73) noch nicht auf.

Der Modus: 32 Mannschaften nehmen in acht Vierergruppen an der Champions League teil. Die Gruppenersten ziehen direkt in die Runde der besten 16 ein. Auf die Zweit- und Drittplatzierten wartet eine Zwischenrunde. In dieser treffen zwei Teams im Modus (best of three) aufeinander. Haben sich aus der Hauptrunde und den sogenannten Play-ins die besten 16 Teams durchgesetzt, werden diese in vier Vierergruppen aufgeteilt. Die beiden besten Teams jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale. Wer das Viertelfinale (best of three) übersteht, erreicht das Final Four.

Die Belastung: Bis Ende des Jahres spielen die Riesen sechs Spiele in der Champions League – stets unter der Woche. Sollte der Umweg über die Play-ins nötig sein und der Weg bis ins Finale führen, würden die Ludwigsburger bis zu 20 Champions-League-Spiele in der ganzen Saison absolvieren – parallel zu den 34 Bundesliga-Hauptrundenspielen sowie möglichen Play-offs. Zum Vergleich: Im Eurocup stehen für Ulm und Hamburg in der Vorrunde 18 Spiele auf dem Plan. „Das sind aus meiner Sicht zu viele“, sagte der erste Vorsitzende der Riesen, Alexander Reil, im Mai über den Eurocup.

Die Gegner: Teneriffa, Sassari, Prometey – einfach ist die Riesen-Gruppe keineswegs. Der finanzstarke BC Prometey aus der Ukraine – erst 2018 gegründet – spielte in der Saison 2019/20 erstmals in der ersten ukrainischen Liga und wurde vergangene Saison prompt Meister. Mit DJ Kennedy haben sie einen Ex-Riesen verpflichtet. Lenovo Teneriffa gilt als drittbeste Kraft im spanischen Basketball – hinter Barcelona und Real Madrid. Vergangene Saison scheiterten sie in der Liga im Halbfinale an Barcelona. 2017 gewann Teneriffa die erste Ausgabe der Champions League. Dinamo Sassari, der heutige Riesen-Gegner, holte 2018/19 den Europe Cup und wurde 2015 das erste und bislang einzige Mal in der Vereinsgeschichte italienischer Meister. In der laufenden Saison holten die Sardinier, genau wie die Riesen, einen Sieg aus zwei Spielen und flogen in der ersten Runde des Supercups aus.

Die Form: Bei den Riesen ist noch Sand im Getriebe. Der leidenschaftslosen Pleite bei Aufsteiger Heidelberg folgte die Niederlage am Samstag im BBL-Pokal in Crailsheim. Dort stimmte zwar die Einstellung, besonders in der Offensive wirkten die Riesen aber erstaunlich ideenlos. Die Wadenverletzung von Jordan Hulls als Zugpferd des Riesen-Angriffs kam zum ungünstigsten Zeitpunkt. Was den Riesen fehlte, war ein Go-to-Guy bei Ballbesitz. Eine Rolle, die Jonah Radebaugh gerne eingenommen hätte, jedoch überhaupt nicht zu seinem Wurf fand – wie nahezu alle seine Teamkollegen.

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