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Champions League

Europatour der Riesen geht zu Ende

Die MHP-Riesen Ludwigsburg sind aus der Champions League ausgeschieden. Nach der 99:81-Niederlage gegen den lettischen Meister Ventspils kann der Basketball-Bundesligist das Achtelfinale endgültig nicht mehr erreichen.

Zweikampf gewonnen, Spiel verloren: Ludwigsburgs Kelan Martin (links) versucht, vor Maris Gulbis an den Ball zu kommen. Foto: Baumann
Zweikampf gewonnen, Spiel verloren: Ludwigsburgs Kelan Martin (links) versucht, vor Maris Gulbis an den Ball zu kommen. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Halle war schon fast leer, als sich die MHP-Riesen Ludwigsburg auf den Weg zu einer Ehrenrunde machten. Das trostlose Bild passte zur 81:99-Niederlage gegen Ventspils, nach der die Schwaben endgültig aus der Basketball-Champions League ausgeschieden sind.

Auch Platz 5 oder 6 erscheinen unrealistisch. Diese beiden Plätze würden zur Teilnahme am sportlich zweitklassigen Fiba Europe Cup berechtigen – sollten die Riesen das im Falle einer Qualifikation überhaupt wollen. Laut Fiba endete die Erklärungsfrist dafür am vergangenen Montag. Nach Informationen unserer Zeitung haben die Ludwigsburger eine mögliche Teilnahme abgelehnt. Stattdessen sei die Absicht erklärt worden, sich in der Bundesliga zu verbessern, um in der nächsten Saison erneut in der Champions League starten zu können.

Schon zu Beginn hatten die Ludwigsburger gestern Abend vor gerade einmal 1545 Zuschauern ihre Probleme, vor allem im Zusammenspiel und bei den Abschlüssen lief es nicht optimal. Innerhalb kurzer Zeit vergaben David McCray und Kelan Martin von der Dreierlinie, auf der Gegenseite agierten die Gäste konzentrierter. Ein 8:13-Rückstand nach sechs Minuten war die Quittung. Auch am Ende des Durchgangs sah es beim 17:23 nicht besser aus.

Im zweiten Viertel setzte Martin gleich in der ersten Szene mit einem erfolgreichen Distanzwurf ein Zeichen (20:23). Aber die Wurfquote blieb mit nur 32 Prozent schwach. Die Führung durch Martin in der 15. Minute (28:27) hatte nur kurz Bestand. Zu oft vergaben die Ludwigsburger ihre Chancen leichtfertig und kamen einfach nicht richtig in Fahrt. Die Letten nutzten das und lagen zur Halbzeit mit 38:33 vorne. Nach dem dritten Spielabschnitt blieben die Gastgeber beim 58:65 im Hintertreffen. Während die Wurfquote sich verbesserte, ließen es die Riesen nun bei den Rebounds etwas schleifen. Dennoch war vor dem Schlussdurchgang noch alles drin.

Mit einem 5:0-Lauf pirschten sich die Schwaben gleich auf zwei Zähler heran (63:65). Doch die Aufbäumungsversuche der Schwaben wurden vier Minuten vor Spielende jäh gestoppt, als Marcos Knight nach seinem fünften Foul das Spielfeld verlassen musste. Ohne den Guard, der 18 Punkte beisteuerte, fehlte den Riesen die Durchschlagskraft. Ventspils zog bis zum Ende so auf 81:99 davon.

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