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Auswärtsniederlage

Harter Kampf der Riesen wird nicht belohnt

In einem Viersatzkrimi haben die MHP-Riesen Ludwigsburg einen Rückschlag im Kampf um die Play-offs der Baskeball-Bundesliga erlitten. Bei Konkurrent Telekom Baskets Bonn gab es ein 86:90. Die Entscheidung fiel 9,5 Sekunden vor Schluss.

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Ludwigsburg. Das Basketball-Bundesliga-Spiel zwischen den Telekom Baskets Bonn und den MHP-Riesen Ludwigsburg war ein Kampf auf Biegen und Brechen, der auch beim 85:85 eine Minute vor Schluss nicht entschieden war. Das war nichts für schwache Nerven. D. J. Kennedy verwandelte nur einen Freiwurf zur Führung Ludwigsburgs, Bonns Yorman Bartolo konterte mit einem Tip-in: 87:86. Den nächsten Angriff konnten die Gäste nicht abschließen, ehe Kenneth Horton für die 90:86-Entscheidung zu sorgte.

Play-off-Atmosphäre

Es ging schon vor dem Spiel was um im Telekom Dome. Die Hausherren wollten ihren sechsten Platz gegen den Verfolger verteidigen, die Ludwigsburger ihrerseits waren darauf aus, den Hinspielerfolg zu wiederholen und mit dem gewonnenen direkten Vergleich den Gegner zu überflügeln. Diese Konstellation hatte Auswirkungen auf die Spielweise. Die Intensität auf dem Feld hatte vom Sprungball weg Play-off-Niveau. Was folgte, war ein Schlagabtausch, der die 4860 Zuschauer förmlich von den Sitzen riss.

„Wir waren in der ersten Halbzeit etwas passiv und unkonzentriert“, sagte Ludwigsburg Coach John Patrick, attestierte den Bonner aber einen sehr guten Spielplan, in dem Baskets-Guard Josh Mayo seine Gegenspieler hervorragend verteidigt habe. Patrick: „Unsere zweite Halbzeit war besser, mit mehr Assists.“ Unter dem Strich sei es ein Superspiel gewesen. „Es schmerzt, dass wir verloren haben“, sagte Patrick.

Die Bonner hatten zunächst Vorteile. Nach fünf Minuten führten sie mit 15:6, nachdem Ken Horton fünf Punkte in Folge erzielt und Julian Gamble mit einem Korbleger nachgelegt hatte. Die Gäste ihrerseits hatten gegen die genauso intensive und aggressive Verteidigung der Baskets wesentlich mehr Probleme. Auffallend auf beiden Seiten: Die Dreier wollten zunächst nicht fallen.

Mitte des zweiten Viertels aber kam der Gast besser ins Spiel. Die Bonner ließen ein paar Chancen liegen, allen voran Thompson, während Ludwigsburg besser abschloss, vor allem durch Kelvin Martin und Drew Crawford. Martins Dreier brachte die Riesen auf drei Punkte heran: 22:25.

Bonn bekam das Spiel wieder in den Griff, dominierte das Geschehen und zog auf 45:33 davon. Aufgeben war für Ludwigsburg aber keine Option.

Cliff Hammonds mit acht Punkten in Folge, Cooley und DJ Kennedy, der stärker wurde, brachten die Riesen mit einem 14:0-Lauf auf 47:49 heran. Jetzt wurde aus einem hoch intensiven ein packendes Spiel, das Werbung für Basketball war und in dem sich die Kontrahenten nichts schenkten. Mit 64:63 gingen die Schwaben ins letzte Viertel. Sie hatten jetzt das Momentum auf ihrer Seite. Aber Bonn hielt dagegen – mit Erfolg.