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Basketball

Ludwigsburg scheitert an sich selbst

Die MHP-Riesen Ludwigsburg bleiben in der Basketball-Champions-League glücklos. Gestern unterlag der Bundesligist dem französischen Meister Le Mans in einem zähen Spiel mit 68:73.

Abgeschirmt: Ludwigsburgs Lamont Jones (Mitte) setzt sich durch.Foto: Baumann
Abgeschirmt: Ludwigsburgs Lamont Jones (Mitte) setzt sich durch. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Rechnerisch haben die MHP-Riesen Ludwigsburg zwar noch Chancen auf das Achtelfinale der Champions League, doch nach der 68:73-Niederlage gestern Abend gegen Le Mans, glaubt wohl niemand mehr an die Basketballer. Zum wiederholten Male hatten sich die Riesen vor gerade einmal 1835 Zuschauern selbst um den Erfolg gebracht.

Patrick hatte seine Mannschaft vor der Begegnung in die Pflicht genommen und die Partie zum Charakterspiel erklärt. Doch sein Team verschlief den Start und auch das Ende. Ohne Aggressivität und durch schlechtes Zusammenspiel blieben die Ludwigsburger die ersten drei Minuten ohne eigenen Korberfolg. Nach fünf Minuten nahm Patrick die erste Auszeit, als sein Team mit 6:11 zurücklag.

In der Folge kamen die Riesen besser in Fahrt. Aaron Best und der junge Quirin Emanga brachten mehr Intensität ins Spiel. Zum Ende des Durchgangs gelang Lamont Jones der Ausgleich zum 15:15. Im zweiten Viertel gingen die Schwaben entschlossener zu Werke. Dank eines 6:0-Laufes riss Ludwigsburg die Führung an sich (21:15). Bis auf elf Punkte zogen die Gelb-Schwarzen nach einem erfolgreichen Wurf von Jones zum 28:17 davon, büßten bis zur Halbzeit aber wieder ein (32:32). Auch gestern Abend bekamen die Riesen keine konstante Leistung auf das Spielfeld.

Immer wieder schlichen sich Nachlässigkeiten ein, wie bei Cameron Clarks Dreier zum 39:39, der völlig frei zum Wurf kam. Immer wieder kam es nach starken Aktionen zu unnötigen Fehlern. Jones steuerte 19 wichtige Punkte bei. Trotzdem leistete er sich aber auch ohne große Not drei Ballverluste.

Mit einem 51:49-Vorsprung gingen die Riesen in den Schlussabschnitt, in dem Adam Waleskowski und Best für einen der wenigen Höhepunkte sorgten. Waleskowskis Zuspiel verwertete der Kanadier in der Luft zum 56:51 – ein Alley-Oop wie aus dem Lehrbuch. Die Franzosen ließen sich nicht abschütteln, auch weil Ludwigsburg zu unkonzentriert agierte, Jones, Jordon Crawford und Waleskowski vergaben sichere Korbleger. 33,8 Sekunden vor Ende eroberte Le Mans beim 70:68 die Führung zurück. Die Riesen schafften es in der verbleibenden Zeit nicht, den Ball im Korb unterzubekommen. Stattdessen führten Freiwürfe für die Gäste zum 68:73-Endstand.

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