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Basketball

Ludwigsburg verspielt Play-off-Traum

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben am vorletzten Hauptrundenspieltag der Basketball-Bundesliga ihre Chance auf den Einzug in die Play-offs endgültig verspielt. Bei der BG Göttingen setzte es gestern Abend eine bittere 80:86-Niederlage.

Prägen ein intensives Match: Göttingens Spielmacher Mickael Stockton (links) und der beste Ludwigsburger Marcos Knight. Foto: Eibner
Prägen ein intensives Match: Göttingens Spielmacher Mickael Stockton (links) und der beste Ludwigsburger Marcos Knight. Foto: Eibner

Göttingen/Ludwigsburg. Weil nur wenig später der Ludwigsburger Hauptkonkurrent s.Oliver Würzburg seine Partie gegen die Telekom Baskets Bonn mit 80:75 für sich entschied, ist der Traum von der sechsten Endrundenteilnahme der MHP-Riesen in Folge geplatzt. Im direkten Vergleich mit Würzburg ist das Team von Trainer John Patrick unterlegen. Selbst ein Sieg am kommenden Sonntag gegen den Tabellendritten Alba Berlin (18 Uhr/MHP-Arena) und eine zeitgleiche Niederlage der Würzburger gegen Bamberg würde nicht mehr für den Sprung auf Platz acht und damit für den Start ins Play-off-Viertelfinale am 18. Mai ausreichen.

„Wir mussten in der ersten Spielhälfte viele Freiwurfpunkte hinnehmen und waren zu weich in der Defensive“, begründete Trainer Patrick die schmerzliche Niederlage an seiner alten Wirkungsstätte. Göttingen habe trotz einer bemerkenswerten Aufholjagd seiner Mannschaft, die erneut ohne Point Guard Jordon Crawford (Gehirnerschütterung) auskommen musste, insgesamt mehr Energie gezeigt und verdient gewonnen.

Nach einer nervösen Anfangsphase, in der auf Göttinger Seite vor allem der ehemalige Ludwigsburger Michael Stockton die Akzente setzte und bis zum Viertelende bereits zehn Punkte für sich verbuchte (25:19), zogen die Gastgeber erstmals zweistellig bis auf 32:21 davon. Lamont Jones brachte Ludwigsburg mit zwei Dreipunktwürfen zwar wieder heran (33:27), dann aber bewiesen die Niedersachsen, die erst unter der Woche den Klassenverbleib mit dem Sieg in Crailsheim gesichert hatten und frei aufspielen konnten, dass sie die Angelegenheit keineswegs locker angehen wollten. Vor allem die Rebound-Bilanz (28 Göttingen/14 Ludwigsburg) war zur Pause eine klare Angelegenheit.

Ludwigsburg zeigte überraschend wenig Ehrgeiz und ließ sich von den Veilchen phasenweise regelrecht vorführen. Beim Stand von 32:50 ging es in die Pause. Als zu Beginn des dritten Viertels Adam Waleskowski, der gut gestartet war, wieder einmal seine Nerven nicht im Griff hatte und nach einem unsportlichen Foul gegen Pedarvis William wegen Meckerns obendrein ein technisches Foul kassierte und in die Kabine musste, schien die Sache gelaufen. Dann aber zeigten die Riesen – wie so oft in dieser Saison – eine starke Moral.

Marcos Knight als Riesen-Anführer

Angeführt von Marcos Knight, der mit der kompromisslosen Gangart der Schiedsrichter nicht zurecht kam und ebenfalls bereits mit vier Fouls belastet war, verkleinerten sie den 20-Punkte-Rückstand (52:32) bis auf sechs Zähler (66:60). Knight war Dreh- und Angelpunkt des Riesen-Spiels und wurde mit 24 Punkten und sechs Assists bester Spieler der Gäste. Neben Knight trafen noch Owen Klassen (15 Punkte) und Lamont Jones (13) zweistellig.

Vor allem Jones hatte in einem wilden Schlussviertel viel Licht und Schatten. David McCray hielt die Riesen mit zwei Dreiern zwar auf Schlagdistanz, Derek Willis, Dennis Kramer und Dominic Lockhart aber brachten den verdienten Sieg der Gastgeber mit Nervenstärke und eisernem Willen unter Dach und Fach.

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