Logo

Basketball-Bundesliga

Ludwigsburger Bundesliga-Basketballern geht in Würzburg die Kraft aus

Über weite Strecken haben sich s.Oliver Würzburg und die MHP-Riesen Ludwigsburg auf Augenhöhe duelliert. Gegen Ende verließen den Ludwigsburger Basketball-Bundesligisten aber die Kräfte. Die Franken entschieden die intensive Partie mit 92:86 für sich.

Harter Kampf: Jonas Wohlfarth-Bottermann versucht, Craig Moller zu stoppen. Foto: HMB Media
Harter Kampf: Jonas Wohlfarth-Bottermann versucht, Craig Moller zu stoppen. Foto: HMB Media

Würzburg. Die Fans und Mannschaft von s.Oliver Würzburg starteten nach dem 92:86-Erfolg über die MHP-Riesen Ludwigsburg und ihrem letzten Saisonheimspiel direkt in den Partymodus. Riesen-Coach John Patrick und sein Trainerteam sprach da noch mit den Schiedsrichtern. „Es war nichts Großes. Ich habe mich nur bedankt und hatte eine Nachfrage“, sagte Patrick nach der Partie und fand schnell Gründe für die Niederlage. Mit den Schiedsrichtern hatte es nichts zu tun. „Konzentration und Intensität waren klar auf Würzburger Seite. Sie haben härter gespielt, sie wollten es mehr.“

Abschied für Alex King

Stehende Ovationen gab es bereits vor der Partie. In seinem letzten Heimspiel wurde BBL-Rekordspieler Alex King verabschiedet. Beide Teams und alle Zuschauer applaudierten dem 37-Jährigen Minuten lang, während der Routinier gerührt in der Spielfeldmitte stand.

Trotz der ausgetauschten Freundlichkeiten ging es nach dem Sprungball direkt zur Sache. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Alleine bis zur Halbzeit kam es zu 13 Führungswechseln. Auf Ludwigsburger Seite fehlten erneut Jordan Hulls, Tekele Cotton und Tremmel Darden. Es dauerte bis zur 15. Minute, ehe sich Würzburg beim 30:22 ein wenig absetzte. Die Riesen hatten bis dahin Schwierigkeiten, wehrten sich nun aber mit einem furiosen 10:0-Lauf. Jonas Wohlfarth-Bottermann mit einem Dreipunkte-Spiel und einem weiteren Treffer, Johannes Patrick und James Woodard per Dreier schraubten den Punktestand auf 32:30 aus Sicht der Gäste.

Spannend blieb es weiter. Kurz vor der Pause verletzte sich Craig Moller unglücklich am Knie. Das Spiel war beim Stand von 38:38 mehrere Minuten unterbrochen, ehe Moller unter aufmunterndem Applaus der Fans von Sanitätern auf der Trage aus der Halle gebracht wurde. Unbeeindruckt davon versenkte Jonah Radebaugh danach einen Dreier zur Ludwigsburger 41:38-Halbzeitführung.

Im dritten Durchgang gerieten die Riesen erneut unter Druck. Würzburg erhöhte die Intensität, wohl wissend um das straffe Programm, das die Schwaben derzeit durchstehen müssen. Erst am Samstag hatte Ludwigsburg mit 77:57 gegen Crailsheim gewonnen, am Donnerstag geht es nach Bayreuth und am Sonntag kommt Oldenburg nach Ludwigsburg.

Nach einem Ballverlust Radebaughs erhöhten die Franken auf 51:46. Doch Ludwigsburg ließ sich erneut nicht abschütteln und kämpfte wacker. Wobo, Rawle Alkins und Justin Simon brachten die Riesen zurück (52:51-Führung). Diesen einen Punkt Vorsprung hielten die Gäste bis zum Schlussviertel (58:57).

Starker Ex-Riese Rodriguez

Dabei hielt Woodard sein Team mit zwei wichtigen Dreiern im Rennen (69:69, 33.Minute). Unter anderem der starke Ex-Riese Desi Rodriguez machte den Gästen immer wieder zu schaffen. Mit einem Dreipunktspiel brachte er Würzburg vier Minuten vor Spielende mit 80:76 in Führung. Am Ende kam er auf 23 Punkte. Der ebenso starke Filip Stanic legte wenig später zum 82:76 nach. Patrick nahm eine Auszeit, die Zuschauer in der s.Oliver-Arena feierten bereits ihre Mannschaft. Die Riesen gaben nicht auf, aber die Kraft reichte nicht aus, um ein drittes Mal zurückzukommen.

Autor: