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Basketball

Personal-Karussell der Riesen dreht sich munter weiter

Drei Siege nach zehn Niederlagen: Innerhalb einer Woche ist das Pendel der Ludwigsburger Basketballer zum Guten ausgeschlagen. Die Personalüberlegungen von Trainer John Patrick sind damit jedoch nicht beendet. Vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Göttingen am Sonntag (15 Uhr) dreht sich das Karussell munter weiter. So gut wie sicher ist: Jordan Crawford bleibt.

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Trevor Mbakwe (l.) ist in John Patricks Planung ein Wackelkandidat, von Karim Jallow (r.) erwartet der Coach mehr Konzentration. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Jordan Crawford ist auf einem sehr guten Weg und ich glaube, dass er bleiben wird“, hat zumindest der Coach ein deutliches Signal gegeben, dass der Vertrag mit dem quirligen und wieselflinken Point Guard auch über die vereinbarte Zeit (Ende November) hinaus verlängert wird. Crawford, so Patrick, habe eine wichtige Funktion und viel Verantwortung innerhalb der Mannschaft übernommen und sei „ein Teil unseres Erfolges“.

Für die Entscheidung pro Crawford habe auch eine Rolle gespielt, dass mit Donatas Sabeckis aus Kaunas ein Backup gekommen sei, der den nur 1,68 Meter großen Spielmacher entlastet. Crawford könne nun wesentlich freier aufspielen und seine Führungsrolle ausfüllen. „Wenn du zwei Monate nicht weißt, was mit dir geschieht, ist es schwierig“, so Patrick. Wie Crawford haben in den letzten Partien drei andere Spieler ihr Potenzial offenbart. Lamont Jones, der mit seiner Schnelligkeit und großen Physis schon lange aufsteigende Tendenz zeigt, machte sich dank seines siegbringenden Ballgewinns gegen Murcia mit einem Schlag quasi unverzichtbar. Aber auch Kelan Martin und Aaron Best verdienten sich, nachdem sie wiederholt nicht berücksichtigt wurden, vom Trainer ein Sonderlob.

Ohnehin scheint sich das System der Riesen langsam zusammenzufügen. „Ich denke, dass wir mit einer Small-Ball-Aufstellung besser funktionieren“, hat Patrick erkannt und will auch künftig auf schnelles Spiel und intensive Verteidigung setzen. Diese Variante hätte allerdings zur Folge, dass mit Trevor Mbakwe ein klassischer Brettcenter weichen müsste.

Weiterer Neuzugang nicht ausgeschlossen

Mbakwe war zuletzt nicht mehr berücksichtigt worden, statt seiner könnte Karim Jallow eine größere Rolle spielen. Aus Sicht Patricks müsste der Jung-Nationalspieler aber seine Foulprobleme in den Griff bekommen und konzentrierter spielen. Nicht ausschließen wollte Patrick, dass bereits am Sonntag ein weiteres neues Gesicht für die MHP-Riesen aufläuft. „Es ist kompliziert und wir sind in den Verhandlungen sehr beschäftigt, weil sich viel bewegt und auch andere Clubs interessiert sind“, so Patrick.

In der Bundesliga gehört die BG Göttingen zu den Positiv-Überraschungen. Die „Veilchen“ von Trainer Johan Roijakkers befinden sich fernab der Abstiegsplätze. Die Riesen haben mit dem Team um den Ex-Ludwigsburger Michael Stockton wegen des verlorenen Pokal-Viertelfinales noch eine Rechnung offen.