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Basketball-Bundesliga

Pflichtsieg für Riesen in Chemnitz

Standesgemäßer Auswärtssieg für den Tabellenführer: Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben gestern Abend die Niners Chemnitz deutlich mit 91:114 geschlagen. Nach dem ungefährdeten Erfolg bleiben die Schwaben an der Spitze der Basketball-Bundesliga.

Herz des Riesen-Spiels: Jaleen Smith.Foto: Baumann
Herz des Riesen-Spiels: Jaleen Smith. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nach dem 114:91-Erfolg der MHP-Riesen Ludwigsburg über die Niners Chemnitz war der gegnerische Trainer gerade zu froh darüber, dass sein Team gegen den Tabellenführer der Basketball-Bundesliga antreten durfte. „Das war für uns eine wichtige Lehrstunde. Wir konnten heute viel lernen“, sagte Rodrigo Pastore nach dem Spiel bei Magenta Sport. Für die Bundesliga-Neulinge aus Chemnitz war es die erste Begegnung mit John Patricks gefürchteter Ganzfeldverteidigung. Den Gastgebern fiel dagegen gestern nichts ein. Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg der Schwaben in Gefahr.

Nur zu Beginn leicht unkonzentriert

Die Riesen starteten mit leichten Unkonzentriertheiten ins Spiel und hatten vor allem zu Beginn Probleme, die Distanzwürfe der Ostdeutschen zu verteidigen. Mitte des ersten Durchgangs lag Ludwigsburg mit 9:4 in Führung, ließ dann aber drei Dreier der Gastgeber in Folge zu. Plötzlich lagen die Riesen mit 9:13 zurück, Patrick nahm kurz darauf beim Stand von 15:15 die erste Auszeit.

Zurück auf dem Parkett erhöhte Ludwigsburg das Tempo. Anfangs konnte Chemnitz noch dagegen halten, doch kurz vor Ende des Durchgangs rissen die Schwaben das Spiel endgültig an sich. Ein 6:0-Lauf durch zwei Treffer von Elias Harris und einen erfolgreichen Wurf Jaleen Smiths brachte Ludwigsburg mit 30:24 in Führung. Smith und Harris spielen bisher eine überragende Saison und gehörten auch gestern zu den Leistungsträgern der Gelb-Schwarzen. Von der Diskussion um Harris‘ Ausstiegsklausel und einem möglichen Wechsel nach dem 2. Januar (wir berichteten) ließ sich der 31-Jährige nicht beeindrucken. „Wir haben zum Glück gewonnen, denn wir haben jetzt eine lange Busfahrt nach Hause vor uns“, sagte Smith nach dem Spiel.

Im zweiten Viertel machten die Riesen dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Dem Druck der Ludwigsburger Ganzfeldverteidigung hielten die Chemnitzer immer weniger stand. Zu oft verlor der Aufsteiger in der Vorwärtsbewegung den Ball. Nach einem Steal von Smith dribbelte Jordan Hulls alleine auf den Korb zu und machte das 42:26. Bis zur Pause lag Ludwigsburg mit 54:41 vorne. Rookie Dezi Rodriguez überzeugte gestern ebenfalls. Im gesamten Spiel kam er auf 13 Punkte, fünf Rebounds und zwei Blocks.

Auch nach der Halbzeit ließen die Gäste nicht nach – im Gegenteil. Immer weiter bauten die Riesen ihren Vorsprung aus. Immer wieder war Smith dabei der Antreiber. Nach einem erneuten Steal legte er in der 23. Minute den Ball zum 67:46 in den Korb. Mit einem Vorsprung von 23 Punkten (62:85) gingen die Ludwigsburger ins Schlussviertel.

Hier gab Patrick den jungen Spielern Lukas Herzog und seinen Söhnen Johannes und Jacob viel Spielpraxis. Auch der bisher kaum überzeugende Andrew Warren kam zum Zug und traf einmal aus der Distanz. Das Spiel wurde dabei wilder, es wurde viel gezockt und endlich fielen auch auf der Riesen-Seite die Dreier. Barry Brown Jr. kam so am Ende auf 28 Punkte.

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