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Basketball

Riesen gelingt der Pokalauftakt

Auftakt geglückt: Gegen s.Oliver Würzburg ist das Spiel der MHP- Riesen lange ausgeglichen. Erst eine schier endlose Würzburger Schwächephase im Schlussviertel ent-scheidet die Partie.

Bester Werfer der Ludwigsburger: Elias Harris. Foto: Baumann
Bester Werfer der Ludwigsburger: Elias Harris. Foto: Baumann

Ludwigsburg/Weißenfels. Ohne allzu sehr zu glänzen, ist dem Basketball-Bundesligisten MHP-Riesen Ludwigsburg der Auftakt in die neue Saison gelungen. Im ersten Pflichtspiel der Spielzeit besiegten die Ludwigsburger s.Oliver Würzburg im BBL-Pokal mit 78:67.

Zu Beginn der Partie stach besonders Elias Harris heraus. Der Nationalspieler, der als Center in die Startaufstellung rückte, war für sieben der ersten neun RiesenZähler verantwortlich. Unter dem Korb der Würzburger war der Ex-Bamberger kaum in den Griff zu bekommen. Auf der anderen Seite tat sich Würzburg in der Offensive sehr schwer und leistete sich etliche unnötige Ballverluste.

Profitieren konnten die Riesen davon jedoch nicht – besonders, weil aus der Distanz nichts fallen wollte.

So brachte Tyson Ward die Würzburger mit seinen Punkten kurz vor Ende des ersten Viertels mit 18:13 in Front. Zu diesem Zeitpunkt standen die Ludwigsburger bei null Treffern von jenseits der Drei-Punkte-Linie bei acht Versuchen. Die Negativsträhne von draußen beendete US-Amerikaner Barry Brown Jr.: Innerhalb von vier Sekunden trug der 23-Jährige den Ball über das gesamte Feld, um dann aus vollem Lauf mit der Schlusssirene des ersten Viertels zum 18:18 auszugleichen.

Im zweiten Durchgang waren es dann die Riesen, die Probleme mit Ballverlusten bekamen. Ein schlampiges Anspiel von Brown auf Harris nutzte Würzburgs Youngster Joshua Obiesie auf der anderen Seite per Dunk. Nach einem 8:0-Lauf der Würzburger nahm Riesen-Coach John Patrick beim Stand von 20:26 eine Auszeit. Ein wilder Dreier vom ehemaligen Würzburger Jordan Hulls beendete den Lauf seines Ex-Clubs, täuschte aber nur bedingt darüber hinweg, dass die Gelb-Schwarzen im Angriff Probleme hatten, sich in gute Wurfpositionen zu bringen.

In der Defensive lief es dagegen besser. Tremmell Darden blockte Mark Ogden spektakulär weg, ehe er von der Freiwurflinie zum 28:28 ausglich. Angeführt vom quirligen Brown setzten sich die Riesen erstmals ein wenig ab. Ein spektakulärer Hulls-Dreier aus der Ecke besorgte die 41:37-Halbzeitführung.

Riesen in neuer Konstellation noch nicht richtig eingespielt

Die zweite Hälfte begannen die Riesen bissig. Yorman Polas Bartolo blockte entschlossen einen Wurf des Ex-Ludwigsburgers Florian Koch. Mit dem Ball in der Hand lief es dagegen zäh. Vier Minuten dauerte es, ehe die Riesen punkteten. „Man hat gesehen, dass wir erst kurz in dieser Konstellation zusammen sind“, sagte Harris nach dem Spiel bei Magentasport über die Anlaufschwierigkeiten.

Erst ein freier Dreier von Jaleen Smith löste den Knoten bei den Barockstädtern. Erneut Smith sowie Darden und Hulls krönten einen Zwischenspurt zum 54:47. Lange wehrte die Führung jedoch nicht. Würzburg konterte mit einem weiteren 8:0-Lauf und ging erneut mit 55:54 in Front. Ein Obiesie-Dreier stellte mit der Schlusssirene auf 58:57 für Würzburg.

Im letzten Viertel brachen die Franken dann aber völlig ein. Lediglich vier Zähler gelangen den Würzburgern in den ersten neun Minuten des aus Würzburger Sicht katastrophalen Schlussabschnitts. Entscheidend davonziehen konnten die Ludwigsburger dennoch erst fünf Minuten vor Spielende. Ein schönes Anspiel von Smith nutzte Andrew Warren zum freien Dunk zum 70:60. Brown, der gemeinsam mit Harris mit 18 Zählern erfolgreichste Schütze, besorgte mit einem Mitteldistanzwurf den 78:67-Endstand. Harris freute sich – trotz der durchwachsenen Riesen-Leistung – über den Sieg und fragte: „Was gibt es schöneres, als mit einem Sieg in die Saison zu starten?“

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