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Basketball

Riesen setzen ihre Heimserie fort

Auch die bislang stark auftretenden Hamburg Towers nehmen die MHP-Arena nicht ein. Die Ludwigsburger Riesen wahren in heimischer Halle dank des 86:65-Sieges ihre weiße Weste. Saisonübergreifend sind die Ludwigsburger seit 18 Spielen zuhause ungeschlagen.

Einer der stärksten Schützen: Jaleen Smith (links) zieht gegen die Hamburger um Zac Cuthbertson zum Korb. Foto: Baumann
Einer der stärksten Schützen: Jaleen Smith (links) zieht gegen die Hamburger um Zac Cuthbertson zum Korb. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die MHP-Riesen Ludwigsburg sind auch vom Überraschungsteam aus Hamburg nicht zu stoppen. Gegen die Towers haben die Basketballer gestern das siebte Bundesligaspiel in Serie gewonnen. Dank des 86:65 bleiben die Gelb-Schwarzen in der heimischen MHP-Arena ungeschlagen und zugleich an der Spitze der BBL.

Überraschend im Riesenkader stand erstmals Jonah Radebaugh. Der 23-jährige Guard besitzt zwar nur einen Try-Out-Vertrag, bekam aber die Chance, sich für ein dauerhaftes Engagement zu empfehlen. Der US-Amerikaner zeigte eine solide Partie und kam auf sechs Punkte. Für Radebaugh verlor Andrew Warren seinen Platz auf dem Spielerbogen.

Verdrehte Rollen gleich zu Beginn: Die Hamburger verteidigten aggressiv, brachten von der Bank viele Emotionen ins Spiel und machten den Ludwigsburgern auf dem Parkett das Leben sichtlich schwer. „In der ersten Minute haben wir noch Konzentrationsprobleme gehabt“, sagte Riesen-Trainer John Patrick nach der Partie.

Die Folge war eine schnelle 4:0-Führung der Gäste. Doch eben diese Tugenden sind es, die die Riesen in dieser Saison ohnehin auszeichnen – und die Ludwigsburg ins Spiel zurück brachten. „Dann haben wir unseren Plan gut umgesetzt“, sagte Patrick. Ein Dreier von Yorman Polas Bartolo aus der Ecke sowie zwei schnelle Ballgewinne mit anschließendem Dreier von Jordan Hulls beziehungsweise krachendem Dunk von Desi Rodriguez beflügelten die Riesen auf dem Weg zu einem 14:1-Lauf. In einem punktereichen ersten Viertel zeigten aber auch die Towers, wieso sie überraschend auf dem sechsten Rang der Tabelle stehen. Zac Cuthbertson traf einen freien Dreier zum 19:27, nachdem Ludwigsburgs Jaleen Smith im Spielaufbau gegen die Ganzfeldverteidigung der Hamburger den Ball herschenkte. Elias Harris erhöhte zum Viertelende noch auf 31:21.

Nach fünf Minuten im zweiten Viertel knickte Polas Bartolo nach einem Zusammenprall unglücklich um und musste in der Kabine behandelt werden. Doch auch ohne einen ihrer Top-Verteidiger zogen die Riesen kurzzeitig davon. Smith, der bis dahin mit vier Ballverlusten offensiv einige Probleme hatte, stellte per Dreipunktwurf auf 47:28. Doch starke Hamburger kämpften sich bis zur Pause zurück. Dank eines Dreiers von Maximilian DiLeo am Ende eines 7:0-Laufs gingen die Gastgeber mit nur zwölf Punkten Vorsprung in die Kabine (47:35). „Da sind wir“, sagte DiLeo auf Englisch beim Gang in die Kabine zu seinen Teamkollegen aus der Hansestadt.

Polas Bartolo kehrt im dritten Viertel aufs Parkett zurück

Tatsächlich wirkten die Hamburger gewillt und auch spielerisch in der Lage, die Partie zu drehen. Jedoch hatten die Riesen auch nach der Halbzeitpause stets eine passende Antwort parat. So auch Jaleen Smith. Der Guard der Riesen hatte in dieser Saison bislang von jenseits der Drei-Punkte-Linie seine Probleme gehabt. Gestern konterte er aber aus der Distanz einen Dreier von Hamburgs Jordan Swing, der zuvor die Towers auf acht Zähler herangebracht hatte. Wenig später blockte Smith den nun stark aufspielenden Swing vehement unter dem Korb, ehe der Riesen-Guard erneut per Dreier auf 63:50 stellte. Barry Brown erhöhte kurz vor Viertelende auf 65:50.

Polas Bartolo, der gegen Ende des dritten Viertels aufs Feld zurückkehrte, und erneut Brown begannen den Schlussabschnitt mit fünf Punkten für die Riesen – und zwangen Hamburg-Coach Pedro Calles zu einer frühen Auszeit. Die bewirkte aber offensichtlich nicht viel. Polas Bartolo stahl auf der einen Seite den Ball, auf der anderen traf Harris trotz gegnerischen Foulspiels (73:50). Den Towers war weiterhin der Wille anzumerken, in den verbleibenden sieben Minuten noch einmal heranzukommen. Doch die Ludwigsburger spielten mit der Souveränität und dem Selbstbewusstsein eines Spitzenreiters die Partie bis zum 86:65 zu Ende.

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