Logo

Basketball

Riesen starten die zwei englischen Wochen in Jena

Die kurze Pause ist zu Ende, die Ludwigsburger Basketballer haben sich am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertages auf den Weg nach Thüringen gemacht. Heute Abend werden sie im letzten Auswärtsspiel des Kalenderjahres mit Science City Jena die Klingen kreuzen.

Ludwigsburger „Bank“: Malcolm Hill und Konstantin Klein (von links) sind verletzt, Aaron Best könnte in jena eine Option sein. Foto: Baumann
Ludwigsburger „Bank“: Malcolm Hill und Konstantin Klein (von links) sind verletzt, Aaron Best könnte in jena eine Option sein. Foto: Baumann
350_0900_21312_Teamvergleich_Jena_neu.jpg

Ludwigsburg. Mit dem Duell beim erfahrensten Team der Liga (Altersdurchschnitt 27.5 Jahre) beginnen für die Schwaben zwei „englische Wochen“ ohne internationale Auftritte. Denn während sich die Basketball Champions League in der Weihnachts- und Winterpause befindet, haben die BBL-Verantwortlichen die frei gewordene Zeit genutzt und bis zum Dreikönigstag vier Partien auf die Agenda gepackt.

Für die MHP-Riesen haben die Macher des Spielplans neben dem Gastspiel in Jena zwei Heimpartien gegen Gießen (30. Dezember, 18 Uhr) und Weißenfels (2. Januar, 20.30 Uhr) sowie ein Auswärtsspiel in Bonn (6. Januar, 15 Uhr) vorgesehen.

Die Jenaer sind in diesem Quartett sicherlich der unberechenbarste Gegner. Denn die „Oldie-Truppe“ der Basketball Bundesliga ist noch lange nicht reif für den Ruhestand. Derrick Allen (38 Jahre), Immanuel McElroy (38), Julius Jenkins (37), Dru Jocye (33) und Martynas Mazeika (33) zeigen Woche für Woche, dass sie jedem Gegner gefährlich werden können. Und Jena ist spätestens seit dem Viertelfinal-Aus im BBL-Pokal (86:89 gegen Bonn) heiß auf den Erfolg. Der letzte Sieg in der heimischen Sparkassen-Arena wurde Ende Oktober errungen, der Gegner beim 82:70-Erfolg hieß ebenfalls Bonn.

Aufgrund der knappen Niederlage gegen die Nordrhein-Westfalen können die Thüringer ihre ganze Energie nun aber wieder dem Ligageschehen widmen – und möglicherweise das Feld von hinten aufrollen. Denn der 13. Tabellenplatz wird den Ansprüchen der Mannschaft von Trainer Björn Harmsen nicht gerecht.

Aufseiten der Ludwigsburger ist die Personalsituation unverändert. Neben den Langzeit-Verletzten Malcolm Hill, Konstantin Klein und Karim Jallow ist glücklicherweise kein Akteur ausgefallen, so dass Trainer John Patrick nicht noch einmal umdisponieren muss. Der Coach kann frei entscheiden, welcher seiner sieben internationalen Akteure nicht zum Einsatz kommen wird. Zuletzt hatte Patrick gegen Crailsheim auf den Kanadier Aaron Best verzichtet.

Die Ludwigsburger gehen als Favorit ins Spiel, denn sie sind das offensiv gefährlichere Team und ligaweit in puncto Rebounds das Maß der Dinge. Statistisch spricht einiges für die Gäste, die in acht Liga-Duellen stolze sieben Siege einfahren konnten. Lediglich beim knappen 71:69-Auswärtssieg von Science City am 30. Dezember 2016 in der MHP-Arena hatten die Routiniers von der Saale ihre Nase vorn.

Autor: