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Basketball

Riesen stoppen die MBC-Offensive

Dank 20 Offensivrebounds gewinnen die MHP-Riesen Ludwigsburg beim offensivstarken Syntainics MBC in Weißenfels mit 88:80.

Rawle Alkins (l.) und die Riesen zeigen gegen den MBC von Goran Huskic eine starke Mannschaftsleistung. Foto: Eibner
Rawle Alkins (l.) und die Riesen zeigen gegen den MBC von Goran Huskic eine starke Mannschaftsleistung. Foto: Eibner

Weißenfels/Ludwigsburg. Gegen die bislang beste Offensive der Basketball-Bundesliga haben die MHP-Riesen Ludwigsburg ihren ersten BBL-Auswärtssieg gefeiert. Besonders unter den Brettern dominierten die Gelb-Schwarzen und siegten mit 88:80. Durch den Erfolg liegen die Riesen nach sechs Spielen auf Rang drei.

Über 90 Punkte pro Partie macht der MBC in der BBL im Durchschnitt. Doch gegen die Riesen blieben die Gastgeber am Samstagabend vor 1656 Zuschauern zu Beginn beinahe drei Minuten ohne einen Punkt. Wesentlich besser lief es bei den Gästen: Routinier Tremmell Darden klaute Jamel Morris den Ball und stürmte alleine auf den gegnerischen Korb zu. An alter Wirkungsstätte griff der 39-Jährige in die Trickkiste und packte einen Dunk mit kompletter Drehung um die eigene Achse aus – und brachte die Riesen früh mit 11:0 in Führung. Was die Riesen-Bank in Ekstase versetzte, gefiel MBC-Coach Igor Jovovic überhaupt nicht. Der 39-Jährige nahm die erste Auszeit.

MBC geht im zweiten Viertel erstmals in Führung

Nach dieser war sein Team im Spiel angekommen. Bis auf 18:22 kämpften sich die Wölfe bis Viertelende heran. In den zweiten Abschnitt startete das Team aus Weißenfels stärker. Der überragende Morris sorgte mit fünf Zählern am Stück für die erste Führung der Gastgeber (23:22). Am Ende kam der US-Amerikaner auf 33 Punkte – Karrierehöchstwert für den 28-jährigen Aufbauspieler.

Doch die Riesen ließen nicht nach. Zwar wollte offensiv bei weitem nicht alles gelingen, doch das Spiel konnten die Ludwigsburger unter den Brettern und in der Verteidigung für sich entscheiden: 20 Offensivrebounds pflückten sie insgesamt. Folglich nahmen sie bis Spielende 30 Würfe mehr als der MBC. Dank zweier Punkte nach einem Tip-in von Jacob Patrick ging es mit einem 40:35 in die Pause. „Wir haben Ludwigsburg 20 Offensivrebounds gestattet und 20 Mal den Ball verloren“, haderte Jovovic nach der Partie.

Die Vorentscheidung fiel gegen Ende des dritten Abschnitts. Beinahe vier Minuten lang blieben die Gastgeber erneut ohne Punkte, während die Riesen auf 61:49 davonzogen. Von der Freiwurflinie brachte Behnam Yakhchali den MBC noch auf 51:61 vor dem Schlussviertel heran. „Wir haben gut genug verteidigt, um eine sehr starke Offensivmannschaft wie den MBC auf 80 Punkte zu halten“, freute sich Riesen-Trainer John Patrick später. Denn auch im letzten Viertel kamen die Gastgeber nicht entscheidend an die Ludwigsburger heran, bei denen erneut Justin Simon mit 17 Punkten bester Werfer war.

„Das war definitiv eine Teamleitung. Wir waren von Anfang an bereit. Wir wussten, dass der MBC eine hochtalentierte offensive Mannschaft ist und dass das hier nur mit viel Willen zu stemmen ist“, sagte Riesen-Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann (8 Punkte, 7 Rebounds) bei „Magentasport“. Topscorer Morris trauerte dagegen dem behäbigen Start nach: „Das hat uns wehgetan“, sagte er.

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