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Riesen verabschieden sich mit 59:85-Klatsche

Ludwigsburger Basketballer unterliegen im letzten Champions-League-Gruppenspiel deutlich und werden Letzter

Nach Wochen wieder Einsatz: Clint Chapman (links). Foto: bm
Nach Wochen wieder Einsatz: Clint Chapman (links). Foto: bm

Ludwigsburg. Der letzte Champions-League-Auftritt der MHP-Riesen Ludwigsburg war glanzlos – wie der Großteil der internationalen Basketball-Spiele des Bundesligisten in dieser Saison. Während die Schwaben vergangenes Jahr brillierten und am Ende Vierter wurden, landete Ludwigsburg nach dem 59:85 gestern gegen das russische Team Nizhny Novgorod auf dem enttäuschenden letzten Platz der Gruppe A. Das Aus war bereits seit Wochen klar.

„Wir sind gut gestartet. Aber es wurde schnell klar, dass es für Novgorod ein Do-or-Die-Spiel ist“, sagte Trainer John Patrick nach der Partie. Die Russen profitierten von Avellinos 102:106-Niederlage nach Verlängerung gegen Ventpils und zogen somit noch ins Achtelfinale ein.

Richtig sauer war Kapitän David McCray. „Es war, glaube ich, unsere schlechteste Saisonleistung. Wir müssen einige Dinge sehr schell ändern, wenn wir am Sonntag gegen Frankfurt ein anderes Gesicht zeigen wollen. Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen“, sagte er auf der Pressekonferenz und laut Patrick richtete McCray auch an seine Mannschaftskameraden deutliche Worte. Immerhin 1690 Zuschauer sahen das Spiel.

Ohne Adam Waleskowski, Aaron Best und Quirin Emanga gingen die Ludwigsburger ins Spiel. Wie Patrick nach dem Spiel mitteilte, wird Emanga wegen einem Bänderiss im Fußgelenk mehrere Wochen ausfallen. Dafür kam Clint Chapman nach wochenlanger Unterbrechung wieder zu einem Einsatz. Er nutzte seine Chance allerdings nicht, wie Patrick sagte. Es war wohl seine letzte. Nach einer 4:0-Führung der Riesen zum Start entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Zeitweise gerieten die Schwaben in Rückstand, gingen aber mit einer 18:17-Führung aus dem ersten Viertel.

In dem sportlich unbedeutenden Spiel rotierte Patrick viel und nahm dabei Schwächeperioden in Kauf wie Mitte des zweiten Durchgangs. Auf bis zu zehn Punkte legte Novgorod vor (34:24). Bis zur Halbzeit machten die Ludwigsburger wieder vier Zähler gut (33:39), vor allem dank Marcos Knight (bis dahin 11 Punkte) und Kelan Martin (13).

Wer sich von diesem kleinen Funken eine furiose Aufholjagd versprach, wurde enttäuscht. In der 27. Minute trafen Artem Komolov und Ivan Strebkov kurz hintereinander zwei Distanzwürfe zum 62:44 für die Gäste. Patrick nahm eine Auszeit, von den Zuschauern waren vereinzelt Pfiffe zu hören. Vor dem Schlussviertel war die Partie schon so gut wie entschieden, als Ludwigsburg mit 48:70 zurücklag.

Im vierten Durchgang lief nicht mehr viel zusammen für die Gelb-Schwarzen. Grund zum Jubeln hatten die Heimfans nur noch einmal: In der 36. Minute traf Nachwuchsguard Lukas Herzog zum 53:76 und bekam dafür lauten Applaus. Spannend wurde das Spiel jedoch nicht mehr.

Ludwigsburg: Crawford, Sabeckis (2), McCray, Klassen (11), Klein (1), Herzog (2), Knight (20/1 Dreier), Chapman (3/1), Hukporti, Jones (3), von Fintel, Martin (17/1).

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