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Bei den Steelers ist Weitsicht gefragt

Das für Steelers-Verhältnisse frühe Aus in den Play-offs ist längst abgehakt. Der Blick des Eishockey-Zweitligisten aus Bietigheim ist nach vorne gerichtet und der Kader für die neue Saison bereits komplett.

Künftig gemeinsam für Bietigheim: Der Ex-Frankfurter Tim Schüle (links) und Steelers-Stürmer Max Lukes.Foto: Baumann
Künftig gemeinsam für Bietigheim: Der Ex-Frankfurter Tim Schüle (links) und Steelers-Stürmer Max Lukes. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Das Scheitern des viermaligen Zweitliga-Meisters im Viertelfinale gegen die Dresdner Eislöwen wurde von Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch als „Betriebsunfall“ gewertet.

Ab September wird ein neuer Angriff auf den Titel gestartet, wobei man sich im Ellental bereits positionieren möchte in Hinsicht auf die Saison 2020/21, in der es nach langer Zeit wieder einen sportlichen Aufsteiger in die Deutsche Eishockey-Liga geben soll. „Das ist das Ziel“, bestätigte Schoch gestern.

Wenn das neue Steelers-Team, das bislang sieben Zugänge und sieben Abgänge verzeichnet, harmoniert, könnte man in einem Jahr dem zu erwartenden Wettrüsten mit Blick auf den Aufstieg entgehen und müsste vielleicht nur noch an einigen wenigen Stellschrauben drehen.

Völlig neu aufgestellt haben sich die Schwaben auf der Torhüter-Position. Nachdem Ilya Sharipov dem Lockruf des DEL-Clubs Schwenninger Wild Wings folgte, erhielt auch Routinier Sinisa Martinovic keinen neuen Vertrag mehr. Der 38-Jährige stand bereits 2009 zwischen den Steelers-Pfosten, als Bietigheim die erste Meisterschaft feierte. Für Bietigheim spielte Martinovic insgesamt acht Jahre mit großem Erfolg.

Die neue Nummer eins ist der 26 Jahre alte US-Amerikaner Stephon Williams, der zuletzt beim slowakischen Meister HC Banska Bystrica unter Vertrag stand. Der in Fairbanks (Alaska) geborene Williams wird mit Cody Brenner (22) vom Zweitliga-Absteiger Deggendorfer SC das Torhüter-Gespann bei den Steelers bilden. Talent Konstantin Kessler vom Oberligisten ERC Sonthofen erhält zudem eine Förderlizenz für die Schwaben.

In der Defensive muss man sich mit Chris Owens (Lausitzer Füchse), Eric Stephan (Nürnberg Ice Tigers) und Rückkehrer Tim Schüle (Löwen Frankfurt) an drei neue Gesichter gewöhnen. Für Offensivpower sorgen sollen Brett Breitkreuz (Löwen Frankfurt) und Lukas Laub (Düsseldorfer EG) nach den Abgängen von Marcus Sommerfeld (Karriereende) sowie von Shawn Weller und Tyler McNeely, die bei den Tölzer Löwen wieder auf ihren ehemaligen Trainer Kevin Gaudet treffen.

Entschieden ist auch, dass die Steelers die noch offene vierte Kontingentstelle vorerst nicht besetzen werden. „Wir gehen mit drei Ausländern in die Saison“, sagte Schoch. Fest steht auch der erste Testspielgegner, der gleich ein echter Prüfstein sein wird: Am 11. August gastieren die Schwenninger Wild Wings in der Ege Trans-Arena.

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