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Bietigheim-Bissingen
Bietigheim Steelers: Evan Jasper und die Underdog-Mentalität

Evan Jasper. Foto: Baumann
Evan Jasper. Foto: Baumann
Steelers arbeiten weiter am Ligaverbleib in der DEL – Freitag nach Iserlohn, Sonntag kommt Bremerhaven

Bietigheim-Bissingen. Auch mit den Schwergewichten der Liga kann es Eishockey-Erstligist Bietigheim Steelers an guten Tagen aufnehmen. Das bekam zuletzt Spitzenreiter EHC München zu spüren.

Auch ohne die Unterstützung der Fans glückte dem Tabellenletzten der Deutschen Eishockey-Liga vor einer Woche ein beachtlicher Coup. München, in der Liga auf der Pole Position und in der Champions League auf Halbfinalkurs, bekam in der Ege Trans-Arena vom Aufsteiger die Grenzen aufgezeigt. Der 6:3-Sieg ging am Ende völlig in Ordnung und Stürmer Evan Jasper, mit drei Toren der Matchwinner, fand eine Erklärung: „Wir haben eine Underdog-Mentalität, niemand hat von uns als Neuling viel erwartet.“

Steelers-Trainer Daniel Naud betonte die Qualitäten von Jasper: „Er arbeitet so hart und blockt Schüsse in der eigenen Zone, ich weiß gar nicht wie viele das waren. Dann verdient man sich auch diese Torchancen.“

Münchens Coach Don Jackson, mit acht deutschen Meisterschaften der erfolgreichste Trainer in der DEL und als Spieler zweimaliger Stanley-Cup-Sieger mit den Edmonton Oilers, zeigte sich beeindruckt vom Auftreten der Bietigheimer: „Die Steelers sind sehr diszipliniert. Und im letzten Drittel, als sie aufgedreht haben, kam von uns kaum Gegenwehr.“

Zwei Tage nach dem Berlin-Spiel lag für die Schwaben auch bei der Düsseldorfer EG etwas drin, doch am Ende stand eine 1:4-Niederlage. „Wir haben hart gearbeitet und auch Chancen kreiert, aber Düsseldorf war im Abschluss konsequenter“, räumte Naud ein. Sein DEG-Kollege Harold Kreis atmete nach dem Heimsieg tief durch: „Bietigheim war ein sehr hartnäckiger Gegner mit einem hervorragenden Umschaltspiel.“

Dem heutigen Auswärtsspiel der Steelers bei den Iserlohn Roosters (19.30 Uhr) kommt schon eine gewisse Bedeutung bei, will man den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen nicht abreißen lassen. Auch die Roosters sind noch in Reichweite, auf Platz 13 hat man nur vier Punkte Vorsprung auf Bietigheim.

Am Sonntag machen sich dann die Pinguins Bremerhaven von der Nordseeküste auf ins Schwabenland. Das Heimspiel gegen den alten Rivalen aus Zweitligazeiten beginnt um 19 Uhr in der Ege Trans-Arena und die Gastgeber haben einiges gutzumachen. Denn in den beiden ersten Saisonduellen war der Aufsteiger beim 3:10 und beim 2:8 chancenlos.