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Deutsche Eishockey-Liga

Bietigheim Steelers nach Niederlage gegen Kölner Haie in der DEL auch ohne Play-offs gefeiert

Die Sensation blieb aus: Eishockey-Erstligist Bietigheim Steelers hat nach einer 1:9 (0:4, 1:3, 0:2)-Niederlage gegen die Kölner Haie als Aufsteiger den Sprung in die Play-offs verpasst. Dennoch wurde das Team mit viel Applaus verabschiedet.

Schmerzhaft: Daniel Weiss wird von dem Kölner David McIntyre am Kopf getroffen. Foto: Baumann
Schmerzhaft: Daniel Weiss wird von dem Kölner David McIntyre am Kopf getroffen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Im letzten Hauptrundenspiel am Sonntag um 14 Uhr beim deutschen Meister Eisbären Berlin ist der begehrte Platz 10 auch mit einem Drei-Punkte-Sieg nicht mehr zu erreichen. „Die Jungs haben uns so viel Spaß bereitet“, zog Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch gestern Abend dennoch schon mal zurecht eine positive Saisonbilanz.

Der Kampf um den letzten Play-off-Platz hatte für großes Interesse gesorgt. Mit 4380 Zuschauern war die Ege Trans-Arena fast ausverkauft und so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Obwohl sich die Steelers zuletzt vier Niederlagen in Folge eingehandelt hatten, war die Stimmung auf den Rängen von Beginn an elektrisierend. Daran hatte auch der Kölner Fanblock seinen Anteil, der gut gefüllt war.

Köln trifft in Unterzahl

Und die Gäste aus dem Rheinland durften nach acht Minuten auch den ersten Treffer feiern, den die Haie in Unterzahl erzielten. Bietigheim wurde durch einen schnell vorgetragenen Konter ausgehebelt und Torhüter Sami Aittokallio hatte beim Schuss von Maximilian Kammerer keine Chance.

Drei Minuten später funktionierte dann auch das Kölner Powerplay. Landon Ferraro hatte plötzlich freie Bahn und traf mit einem platzierten Schlagschuss zum 2:0. Ein ernüchternder Auftakt für Bietigheim. Nach 14 Minuten schien bereits die Vorentscheidung gefallen. Max Prommersberger saß auf der Strafbank und die Haie ließen sich in Überzahl erneut nicht lange bitten und erhöhten durch Sebastian Uvira auf 3:0. Doch es kam noch schlimmer. In der 19. Minute verwandelte David McIntyre einen Penaltyschuss traumhaft sicher zum 4:0 für die Gäste.

Haie gehen nicht vom Gaspedal

Im zweiten Drittel machte Köln da weiter, wo man im ersten Drittel aufgehört hatte. Beim 5:0 in der 25. Minute wurde Kammerer kaum gestört. Anschließend machte Aittokallio Platz für Tom McCollum. Doch auch die Nummer 30 war in der 30. Minute geschlagen, als Ferraro seinen zweiten Treffer zum 6:0 markierte. Bietigheim ließ sich trotz vieler Unzulänglichkeiten nicht hängen und wurde im Powerplay mit dem Treffer zum 1:6 durch Kapitän Constantin Braun belohnt (39.), der auf den Rängen begeistert gefeiert wurde - auch wenn die Haie nur eine Minute später durch Kammerer auf 1:7 stellten.

Ehrenrunde Rene Schoofs und Matt McKnight

Kölns Torhunger war damit jedoch noch nicht gestillt. In der 42. Minute hieß der Vollstrecker zum 1:8 Jonathan Matsumoto, in der 56. Minute traf Alex Roach zum 1:9-Endstand. Die Steelers hatten vor toller Kulisse leider einen gebrauchten Tag erwischt.

Damit war auch klar, dass die beiden Steelers-Routiniers Rene Schoofs und Matt McKnight, die von den Fans auf einer Ehrenrunde noch einmal kräftig gefeiert wurden, ihr letztes Saisonspiel in der heimischen Arena absolviert hatten. Beide hatten am Donnerstag ihren Abschied nach der Spielzeit bekannt gegeben.

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