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Eishockey

Das DEL-Derby gegen die Schwenninger Wild Wings kommt für Bietigheim Steelers zur Unzeit

Ausgerechnet nach einer enorm kräftezehrenden Woche stehen für die Bietigheim Steelers die extrem wichtigen DEL-Spiele gegen Schwenningen (Freitag) und Krefeld an (Sonntag). Trotz schlechter Vorzeichen will das Eishockey-Team alles versuchen.

Constantin Braun. Foto: Baumann
Constantin Braun. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Spieler der Bietigheim Steelers sind derzeit nicht zu beneiden. Erst fielen durch einen Corona-Ausbruch zahlreiche Spieler aus. Mit ausgedünntem Kader musste der Eishockey-Erstligist vergangenen Freitag gegen Augsburg (1:3) und am Sonntag gegen Straubing (2:6) antreten.

Am Mittwoch waren dann wenigstens wieder René Schoofs, Max Prommersberger und C.J. Stretch mit dabei. Trotzdem reichte es gegen Topteam Wolfsburg nicht zu einem Punktgewinn (3:5). Erst am Donnerstagmorgen um sechs Uhr kehrte der Mannschaftsbus aus Niedersachsen zurück. Dann ging es direkt zu einer lockeren Trainingseinheit und danach zu einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend bekamen die Spieler frei, um sich zu erholen. Denn schonam Freitag um 19.30Uhr (Magentasport) steht das Derby bei den Schwenninger Wild Wings an.

Nächste Woche Erholung

Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch ist deshalb froh, wenn das Spiel am Freitag und die Partie am Sonntag gegen die Krefeld Pinguins (19 Uhr) geschafft sind. „Dann haben wir hoffentlich alles, was Corona angeht, erst mal hinter uns gelassen und können wieder normal trainieren und regenerieren“, sagt Schoch, der aber am Freitag und Sonntag gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf dennoch auf Punkte hofft. „Wir müssen gut durch dieses Wochenende kommen. Keine Frage, die Mannschaft wird trotz allem alles geben.“

Dabei hoffen die Bietigheimer auf die Rückkehr von Kapitän Constantin Braun, Markus Kojo und Guillaume Naud. Ihr Comeback wird von der ärztlichen Untersuchung abhängen, bei der unter anderem Herz und Blutwerte gecheckt werden. „Wenn der Doktor grünes Licht gibt, sind sie spielfähig. Aber ihnen fehlen natürlich einige Tage Training und Spielpraxis“, betont Schoch.

Durch den Corona-Ausbruch wurde die Siegesserie von fünf Erfolgen jäh gestoppt. Von Rang 11wurden die Steelers bis an das Tabellenende (16) durchgereicht. Entsprechend wichtig sind die Spiele gegen Schwenningen (13) und Krefeld (11). Denn der Letzte steigt auf jeden Fall direkt ab, der Vorletzte nur, falls es einen Aufsteiger aus der DEL2 gibt.

Keine Nationalspieler abgestellt

Auch wenn seit Wochen immer wieder über eine Aussetzung des Aufstiegs diskutiert wird, die Steelers wollen nicht darauf spekulieren und sich erst recht nicht an der Debatte beteiligen: „Wir sind angetreten in dem Bewusstsein, dass es zwei Absteiger geben wird. Das nehmen wir an, und wir planen, auch nächstes Jahr in der DEL zu spielen“, sagt Schoch.

17 Spiele stehen für die Bietigheimer noch aus, davon 13 nach der baldigen Olympia-Pause. Wenn vom 4.bis zum 20. Februar in Peking das Eishockey-Turnier der Winterspiele stattfindet, werden in der DEL nur einige Nachholpartien ausgetragen. Die Steelers müssen dabei keine Spieler abstellen und können sich daher konzentriert auf das Saisonfinale vorbereiten. „Alle erholen und dann Vollgas. Nach Olympia kann in beide Richtungen noch viel passieren“, mahnt Schoch.

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