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Grubauer und die Vorteile der NHL-Blase

Der deutsche Torhüter der Colorado Avalanche hat den Fokus ganz auf die Play-offs gelegt und träumt vom Stanley Cup

Philipp Grubauer.Foto: David Zalubowski/dpa
Philipp Grubauer. Foto: David Zalubowski/dpa

Edmonton. Den Weg aus Bauzäunen und Schleusen zwischen Hotel und Halle geht Eishockey-Nationaltorwart Philipp Grubauer noch einige Male. Vielleicht legt er sich auch mal im Fußball-Stadion aufs Gras oder spielt zur Abwechslung eine Partie Tischtennis in der von der Außenwelt abgeschotteten Anti-Corona-NHL-Blase in Edmonton. Im Grunde sind dem 28-jährigen Profi der Colorado Avalanche die Umstände auf dem Weg zum Finale um den Stanley Cup aber ziemlich wurscht. Wichtig ist ihm in Kanada nur: Eishockey.

„Es macht eigentlich keinen Unterschied“, sagte der Rosenheimer nach dem 7:1 gegen die Arizona Coyotes und dem Einzug in die zweite Runde der Play-offs über das Leben in der Blase. „Alles andere außenrum spielt keine Rolle.“ Es klingt, als hätte Grubauer in der heißen Saisonphase auch ohne Pandemie und die besonderen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus ganz gerne die Möglichkeit, sich ausschließlich um den Sport kümmern zu können. „Du gehst halt wirklich nur vom Hotel ins Spiel. Du hast keine anderen Verpflichtungen außer Eishockey“, berichtete er und meinte: „Wir sind zum Arbeiten hier.“

Das gelingt seiner Mannschaft bislang außerordentlich gut. Schon am Montag gab es ein deutliches 7:1 gegen Arizona, insgesamt ging die Serie 4:1 an das Team aus Denver. „Das Ziel ist immer noch dasselbe, der Stanley Cup. Wir müssen einfach weiterhin Gas geben. Wir haben jetzt eine sehr gute Play-off-Runde gespielt und versuchen, den Schwung mitzunehmen in die zweite Runde“, sagte Grubauer und fügte dann voller Selbstvertrauen hinzu: „Wenn wir das machen und mit unserer Schnelligkeit spielen, so wie wir das jetzt gemacht haben, dann sind unsere Chancen sehr, sehr gut und dann können wahrscheinlich nicht viele Mannschaften mit uns mitspielen.“

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