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Deutsche Eishockey-Liga

Kampf der Bietigheim Steelers reicht gegen die Adler Mannheim nicht aus

Die Bietigheim Steelers haben leidenschaftlich gekämpft, aber es hat nicht gerecht. Im DEL-Spiel gegen die Adler Mannheim unterlag der Eishockey-Club am Freitagabend mit 2:4 (1:3, 0:0, 1:1). 4517 Fans sahen in der ausverkauften EgeTrans-Arena eine muntere Partie.

Seltener Entlastungsangriff: Bietigheims Evan Jasper (Mitte) gegen Mannheims Philip Rosa-Preto.Foto: Baumann
Seltener Entlastungsangriff: Bietigheims Evan Jasper (Mitte) gegen Mannheims Philip Rosa-Preto. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Größe der Adler Mannheim war schon am Fanaufkommen zu erkennen. Weit über tausend Blaue waren am Freitagabend aus der Kurpfalz ins Ellental gekommen. Gut gelaunt und stimmgewaltig sahen sie ein munteres DEL-Spiel und einen ungefährdeten Sieg ihres Eishockey-Clubs gegen den Aufsteiger Bietigheim Steelers. Die Schwaben mussten sich vor 4517Zuschauern mit 2:4 geschlagen geben, verkauften sich gegen den übermächtigen Gegner aber gut. Für den SCB war es die fünfte Niederlage in Folge. Von Unmut oder Frust war dennoch nichts zu spüren. Die Steelers-Fans verabschiedeten ihr Team mit aufmunterndem Applaus in die Kabinen.

„Wir sind trotz des frühen Gegentores fokussiert geblieben. Die Jungs haben gekämpft und alles gegeben. Das 4:2 war dann einfach super gespielt von Mannheim“, sagte Steelers-Trainer Daniel Naud nach der Partie. „Das gibt Mut für die kommenden Spiele.“

Im Spiel ging es gleich richtig zur Sache. Die Adler gaben sich schon zu Beginn Mühe, ihre Stellung als deutscher Spitzenclub zu beweisen. Die Steelers standen mächtig unter Druck. Und es dauerte nicht lange, bis Steelers-Keeper Cody Brenner zum ersten Mal geschlagen war. Borna Rendulic traf für die Gäste nach nicht einmal drei Minuten zum 1:0.

Die Steelers versuchten weiter, sich zu wehren. Mit Erfolg: Bei einem Entlastungsangriff legte Brendan Ranford zurück auf Norman Hauner. Dessen strammer Schuss landete zum 1:1 im Netz. Dennoch bestimmten die Adler das Spiel. Als Tim Schüle wegen Haltens auf die Strafbank musste, gerieten die Bietigheimer mächtig ins Schwimmen. Die Folge war die erneute Führung der Mannheimer. Gegen Matthias Plachta pariere Brenner noch stark, der Abpraller landete aber bei Markus Eisenschmid, der wenig Mühe hatte, das 2:1 zu erzielen. Zwei Minuten vor Ende des Drittels folgte das 3:1 durch Jason Best.

Im zweiten Spielabschnitt kämpften die Steelers leidenschaftlich, um im Spiel zu bleiben. Eine doppelte Unterzahl überstanden die Gastgeber schadlos. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe hatte Schüle sogar die Chance zum Anschlusstreffer, aber es blieb beim 1:3 aus Sicht der Bietigheimer.

Im Schlussdurchgang ging Bietigheim aufs Ganze und kam mit deutlich mehr Mut aus der Kabine. Und der Mut wurde belohnt. In Überzahl knallte Riley Sheen den Puck zum 2:3 über den Innenpfosten ins Gehäuse. Doch gerade als die Hoffnungen auf einen Punktgewinn bei den Fans der Steelers wuchsen, zeigten die Mannheimer ihre individuelle Klasse. Eisenschmid stürmte in die Spitze, bekam den Puck und lupfte die Scheibe gefühlvoll an Brenner vorbei in den langen Winkel des Tores.

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