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Eishockey

Kann das Traumduo der Bietigheim Steelers auch die deutschen Meister ärgern?

Bietigheim-Steelers-Angreifer C.J. Stretch und Riley Sheen harmonieren prächtig – Spiele gegen Adler Mannheim und Eisbären Berlin

Versprühen Spielfreude: C.J. Stretch (links) und Riley Sheen. Foto: Baumann
Versprühen Spielfreude: C.J. Stretch (links) und Riley Sheen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen.. Egal ob von der blauen Linie oder von hinter dem Tor: Zweimal setzte C.J. Stretch von den Bietigheim Steelers gegen die Düsseldorfer EG zum tödlichen Pass an, zweimal überraschte er die Defensive und fand seinen kongenialen Sturmpartner Riley Sheen, der zu den ersten Toren beim 3:0-Sieg bei den Rheinländern einschoss. Ausruhen darf sich das Traumduo des Eishockey-Erstligisten allerdings nicht, denn auf den Tabellenvorletzten wartet in der DEL ein straffes Programm. Nacheinander geht es für den Liganeuling gegen die beiden letzten deutschen Meister. Am Donnerstag (19.30 Uhr) kommen die Adler Mannheim in die EgeTrans-Arena, am Sonntag geht es zum amtierenden Meister und Spitzenreiter Eisbären Berlin.

Unbesiegbar scheinen indes beide Teams nicht zu sein. Ende November schnupperten die Steelers bei der 4:5-Shootout-Niederlage bereits an der Sensation gegen die Eisbären, die Adler strauchelten zuletzt am Dienstag gegen die Grizzlys Wolfsburg. Besonders die Disziplin machte dem kommenden Gegner der Steelers zu schaffen. „Wir haben zu viele Strafzeiten bekommen. Du kannst nicht acht Mal in der Box sitzen und hoffen, das Spiel zu gewinnen“, haderte Adler-Coach Pavel Gross nach dem 1:2, bei dem die Mannheimer in Summe beinahe ein ganzes Drittel in Unterzahl dagegenhalten mussten.

Nahezu das Gegenteil war bei den Steelers der Fall. Das Team von Daniel Naud kam ohne eine einzige Strafe aus und setzte den Aufwärtstrend der letzten Spiele fort. „Wir haben sehr geduldig, diszipliniert und konsequent gespielt“, sagte der Trainer. Ein Sonderlob verteilte er indes nicht an das Duo Sheen und Stretch, sondern an Keeper Cody Brenner. „Das Shutout wird dem Team Selbstvertrauen geben“, sagte Naud über das Zu-null-Spiel Brenners, der für Sami Aittokallio eingesprungen war.

„Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, haben wir sehr gute Chancen, drin zu bleiben“, sagte Brenner über den möglichen Ligaverbleib bei Magentasport. Zu einem wichtigen Faktor auf dem Weg zum Saisonziel könnte auch die Kaderbreite werden. Denn erstmals seit mehreren Wochen spielten die zuvor von Verletzungen geplagten Steelers wieder mit einer vierten Angriffsreihe. „Das freut mich sehr“, sagte Naud.

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