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Kleinster Standort vor großen Aufgaben

Steelers treiben nach Lizenzerteilung die Kaderplanung für die Deutsche Eishockey-Liga voran

Daniel Naud.Foto: Baumann
Daniel Naud. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Bietigheim Steelers haben die sportlichen und wirtschaftlichen Hürden genommen und dürfen sich seit Freitag endgültig zum erlauchten Kreis der 15 Mannschaften zählen, die in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) um die nationale Meisterschaft spielen.

Für die Steelers, die nach dem fünften Titel in der zweithöchsten Spielklasse endgültig am Ziel aller Träume angekommen sind, geht es natürlich im Aufstiegsjahr erst einmal nur darum, in der Liga zu bleiben. „Vom ersten Spieltag an wird es bei uns darum gehen, die Klasse zu halten“, stellte Geschäftsführer Volker Schoch klar, der am kleinsten Standort der Eliteliga mit einem Etat von rund 3,3 Millionen Euro plant.

Eine alles andere als einfache Aufgabe, denn am Saisonende könnte es zwei Absteiger geben, falls ein DEL-2-Club den Sprung ins Oberhaus schafft. Nach der Lizenzerteilung geht es nun im Ellental mit Volldampf an die Kaderplanung, denn in bereits zwei Monaten beginnt die neue Runde mit einem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt (10. September, 19.30 Uhr).

Die Vorarbeiten wurden geleistet, nun müssen Schoch und Trainer Daniel Naud Nägel mit Köpfen machen. Verpflichtet wurde bisher nur Verteidiger-Talent Jimmy Martinovic, der Neffe des früheren Steelers-Torhüters Sinisa Martinovic. Verabschiedet wurden Kapitän Nikolai Goc, Robin Just (Hannover Scorpions), Benjamin Hüfner (Herner EV) und Jimmy Hertel.

In der DEL sind 11 Ausländerlizenzen erlaubt, neun Ausländer dürfen spielen. Bietigheim wird voraussichtlich mit sechs Kontingentspielern starten. Denkbar ist, dass bisherige Importspieler wie Matt McKnight, Riley Sheen oder Evan Jasper gehalten werden. Der 31 Jahre alte DEL-erfahrene Stürmer Daniel Weiß, der zuletzt bei den Eispiraten Crimmitschau unter Vertrag stand, wird als Neuzugang gehandelt, ebenso scheint der Heilbronner Angreifer Dylan Wruck ein Thema zu sein.

Von den deutschen Spielern im Steelers-Kader könnten Rene Schoofs, Tim Schüle, Max Prommersberger, Max Renner, Brett Breitkreuz, Alexander Preibisch, Norman Hauner und Benjamin Zientek eine Chance bekommen, in der DEL zu spielen.

Noch offen ist, ob der Aufsteiger die wichtige Torhüter-Position mit einem Ausländer besetzen wird und ob Cody Brenner und der in den Play-offs stark auftrumpfende Youngster Leon Doubrawa weiter zum Kader zählen werden.

Info: Insgesamt sieben Testspiele absolvieren die Steelers in Vorbereitung auf die DEL-Saison. Gestartet wird auswärts am 10. August beim Schweizer Club HC Ajoje aus der National League. Am 18. August um 18 Uhr findet das erste Heimspiel statt. Zu Gast in der Ege Trans-Arena ist Vizemeister Grizzlys Wolfsburg. Drei Tage später empfängt Bietigheim die Adler Mannheim (15 Uhr).

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