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Eishockey

Ligenmodell um Auf- und Abstieg betrifft auch die Bietigheim Steelers

Das Coronavirus hat auch in der Deutschen Eishockey-Liga die Spielplangestaltung übernommen – und damit auch die Diskussion über Auf- und Abstieg neu befeuert. Das betrifft auch die Bietigheim Steelers.

Verschworene Gemeinschaft: Die Steelers wollen unbedingt in der DEL bleiben.Foto: Baumann
Verschworene Gemeinschaft: Die Steelers wollen unbedingt in der DEL bleiben.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen.. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud ereilte die neue Hiobsbotschaft vor einer Woche, als der Aufsteiger das Derby in Schwenningen nach mehreren positiven Tests kurzfristig absagen und sich erneut in Quarantäne begeben musste. In den drei DEL-Partien davor hatte sich Bietigheim mit einem arg dezimierten Kader zwar teuer verkauft, aber die Spiele gegen Augsburg (1:3), Straubing (2:6) und Wolfsburg (3:5) verloren und war damit auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen.

Nach dem Ausfall des Spiels in Schwenningen konnten auch die Duelle mit Krefeld und Düsseldorf nicht stattfinden. Zudem wurde am Mittwoch das Steelers-Gastspiel am Sonntag in Ingolstadt gestrichen, da es neue positive Befunde bei in Quarantäne befindlichen Bietigheimer Spielern gegeben hatte.

Mit weiteren Spielausfällen zu rechnen

Da sich die hoch ansteckende Omikron-Variante des Virus nach Auffassung der Experten in den kommenden Wochen noch stärker als bisher verbreiten dürfte, ist mit weiteren Spielausfällen zu rechnen. Bereits in der vergangenen Woche fielen neun der 20 angesetzten DEL-Spiele dem Infektionsgeschehen zum Opfer.

Während die rheinischen Rivalen Düsseldorf und Köln von den geplanten 56 Hauptrundenmatches bereits jeweils 42 absolviert haben, kommen die mächtig von Corona gebeutelten Iserlohn Roosters – die am 30. Dezember zum letzten Mal im Einsatz waren – bislang nur auf 32 Spiele.

Spielpause für Gesundheit sinnvoll

Für die Gesundheit der Spieler wäre eine Spielpause sicher sinnvoll, doch während der Olympischen Spiele in Peking, die in einer Woche beginnen, sollen nach Absprache der Clubs untereinander nach Möglichkeit Partien nachgeholt werden. Die Spielervereinigung SVE forderte bereits einen sofortigen Spielstopp noch vor Olympia, der von der Ligenleitung jedoch als unrealistisch zurückgewiesen wurde.

Einigermaßen sicher scheint zu sein, dass über die Platzierung in der Hauptrunde der Quotient und nicht die erreichte Punktezahl entscheiden wird. Zwischen den beiden Profiligen DEL und DEL 2 gab es nach Informationen der Fachzeitung Eishockey News bereits Sondierungsgespräche zum Thema Auf- und Abstieg.

DEL und DEL 2 im Gespräch

Nur ein Absteiger?

Ein Modell dabei sieht vor, dass das Eishockey-Oberhaus nur einen statt möglicherweise zwei Absteiger stellt. Und das auch nur, wenn die Löwen Frankfurt als einzig aufstiegsberechtigter DEL-2-Club die Zweitliga-Meisterschaft gewinnen. Schafft es Frankfurt nicht, würden alle derzeitigen 15 DEL-Clubs auch in der kommenden Saison in der Eliteliga spielen und es somit weder Auf- noch Absteiger geben. Sollten sich die Clubs auf dieses Modell einigen, hieße das für die Bietigheim Steelers, dass man als Vorletzter nach der Hauptrunde auf der sicheren Seite wäre und auch als derzeitiges Tabellenschlusslicht noch auf den Ligaverbleib hoffen dürfte.

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